
Besetztes Haus „Köpi“ in Kreuzberg
Foto: über dts Nachrichtenagentur
Berlin – Vor der Räumung einer Wagenburg an der sogenannten „Köpi“ in Berlin-Kreuzberg hat es in der Nacht zu Freitag Randale gegeben.
So wurden Fahrzeugscheiben eingeschlagen, mindestens ein Auto ging in Flammen auf, Häuser wurden mit Farbbeuteln beworfen. Linke Aktivisten kündigten im Internet an, „Tag X zum Desaster machen“ zu wollen.
Bei der „Köpi“ handelt es sich um ein 1990 besetztes Areal in der Köpenicker Straße 133 bis 137. Das Gebäude mit der Hausnummer 137 wird heute als linksautonomes Wohnprojekt und Kulturzentrum genutzt, der Garten wird als Wagenplatz verwendet, auch dort leben etwa 30 Personen.
Zwar wurde die Besetzung des Hauses schon in den 1990ern legalisiert, der aktuelle Besitzer will nun aber an der Stelle des Wagenplatzes nach eigenen Angaben ein neues Gebäude errichten und hat eine Baugenehmigung.
Indessen hat die Polizei am Freitagvormittag die Räumung des „Köpi“ gestartet. Kurz nach 10 Uhr rückten mehrere Hundert Polizeibeamte mit Panzern und Schweißgerät an und bahnten sich den Weg durch eine vier Meter hohe Wand. Auch Wasserwerfer standen bereit. Der Bereich um die Köpenicker Straße 133 bis 137 wurde abgesperrt, dahinter protestieren Hunderte Menschen gegen die Räumung. (dts Nachrichtenagentur)

Räumung der Wagenburg an der „Köpi“.
Foto: dts Nachrichtenagentur

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