
Rohbaubegehung der Panoramabar. Foto: LSG28
Auf dem Gelände der Landesgartenschau 2028 in Neustadt wächst derzeit nicht nur ein neuer Aussichtspunkt, dort wird auch Baugeschichte geschrieben.
Für die neue Panoramabar kommt erstmals in Deutschland ein innovativer Beton zum Einsatz, der rund 35 Prozent weniger CO₂ verursacht als herkömmliche Mischungen.
Der Rohbau des Gebäudes auf dem ehemaligen Deponiehügel ist inzwischen deutlich erkennbar. Künftig sollen Besucher von dort einen weiten Blick über den Pfälzerwald und die Rheinebene genießen können. Doch das Projekt gilt schon jetzt als Vorzeigeprojekt für nachhaltiges Bauen.
Der neu entwickelte Beton wurde in Zusammenarbeit zwischen der Universität der Bundeswehr München und dem Fraunhofer-Institut für Bauphysik entwickelt. Statt wie üblich überwiegend auf klinkerhaltigen Zement zu setzen, wird ein Teil durch calcinierte Tone und Kalksteinmehl ersetzt. Dadurch sinken die CO₂-Emissionen bei der Herstellung deutlich.
„Mit dem für die Panoramabar verwendeten Beton wird erstmals in Deutschland ein Bindemittel eingesetzt, das nur noch zu 50 Prozent aus emissionsintensivem Klinker besteht“, erklärt Nancy Beuntner von der Universität der Bundeswehr München. Die verwendeten Tone stammen aus dem Westerwald.
Da die Zusammensetzung bislang nicht von bestehenden Normen erfasst wird, war für das Projekt eine spezielle Einzelfallzulassung erforderlich. Sämtliche Prüfungen zu Stabilität und Witterungsbeständigkeit wurden jedoch erfolgreich bestanden.
Für die Verantwortlichen der Landesgartenschau passt das Projekt zum Nachhaltigkeitsanspruch der Veranstaltung. Die Panoramabar soll zeigen, wie klimafreundliches Bauen künftig aussehen kann.

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