Dienstag 18.August 2026

Polizei fahndet nach CSD-Todesfahrt öffentlich nach Tatverdächtigem

26. Juli 2026 | Kategorie: Nachrichten, Top-Artikel

Tatverdächtiger Abdul Ballout. Quelle: Polizei Berlin

Berlin – Nach der Todesfahrt beim Berliner CSD fahndet die Polizei öffentlich und europaweit nach einem Tatverdächtigen aus dem „islamistischen Milieu“. Das BKA habe die Behörden in den Niederlanden, Belgien, Luxemburg, Frankreich, der Schweiz und Österreich um Mithilfe ersucht, berichtet „Focus Online“.

Es handele sich um den 21-jährigen Abdul Ballout, teilten die Behörden in der Nacht zu Sonntag mit. Er habe eine schlanke Statur, sei circa 1,90 Meter groß und habe schwarze Haare. Zur Tatzeit soll er einen schwarzen Hoodie und eine weiße Hose getragen haben. Die Polizei warnte davor, die gesuchte Person bei Antreffen anzusprechen. Er könnte bewaffnet sein.

Abdul Ballout soll am Samstag gegen 22 Uhr mit einem Kleintransporter in den Berliner Tiergarten gerast sein, wo CSD-Teilnehmer gerade feierten. Dabei fuhr er schließlich gegen einen Baum und flüchtete.

Die Polizei spricht mittlerweile davon, dass „eine oder mehrere Personen“ sich aus dem Fahrzeug entfernt haben sollen. Des Weiteren sollen mehrere Personen „durch Stichwerkzeuge verletzt“ worden sein. Abdul B. ist vorbestraft und der Polizei aus dem „islamistischen Milieu“ bekannt.

Abdul Ballout soll IS-Anhänger sein

Die Ermittler mittlerweile davon aus, dass Abdul Ballout ein Anhänger der Terrormiliz „Islamischer Staat“ sein soll. Das berichten am Sonntag mehrere Medien unter Berufung auf Behördenangaben. 

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Generalbundesanwalt übernimmt Ermittlungen

Nach der Todesfahrt beim Berliner CSD soll offenbar der Generalbundesanwalt die Ermittlungen übernehmen. Das berichtet die „Bild“ unter Berufung auf Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD). Voraussetzung sei, dass die gesetzlichen Voraussetzungen vorliegen. Der Generalbundesanwalt soll bereits mit den Behörden in Berlin in Verbindung stehen.

Die Veranstaltung war nach der Tat abgebrochen worden, über eine Stunde lang war aber öffentlich kaum bekannt, was passiert war, offensichtlich sollte damit Panik vermieden werden. Vorübergehend setzte die Polizei bei der Suche auch einen Hubschrauber über dem Tiergarten ein, dabei soll auch eine Wärmebildkamera zum Einsatz gekommen sein. Nach letzten Angaben waren bei der Tat am Samstagabend eine Person getötet und 16 weitere verletzt worden.

Der Christopher Street Day ist ein Festtag von Lesben, Schwulen und anderen „queeren“ Personen, der seit Jahrzehnten zu verschiedenen Terminen begangen wird. Die größten Umzüge anlässlich des CSD gibt es jedes Jahr in Berlin und Köln. (dts Nachrichtenagentur) 

Auto fährt bei CSD in Menschenmenge am 26.07.2026
Foto: via dts Nachrichtenagentur

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