
Nach Todesfahrt am Berliner Breitscheidplatz am 08.06.2022
Foto: über dts Nachrichtenagentur
Berlin – Berlins Innensenatorin Iris Spranger (SPD) hat die Todesfahrt eines 29-jährigen Deutsch-Armeniers am Mittwoch als „Amoktat“ bezeichnet. „Nach neuesten Informationen stellt sich das heutige Geschehen an der Tauentzienstrasse als eine Amoktat eines psychisch beeinträchtigten Menschen dar“, schrieb sie am Mittwochabend auf Twitter.
Bei der Tat waren in Berlin eine Lehrerin totgefahren und 14 Schüler einer zehnten Klasse aus Hessen zum Teil schwer verletzt worden. Berlins Regierende Bürgermeisterin Franziska Giffey sagte dem „Heute-Journal“ im ZDF: „Wir alle hier in Berlin sind sehr betroffen von der Tat.“
Man versuche alles, den Angehörigen und Opfern beizustehen, aber an so einem Tag sei es schwer, Trost zu spenden. Zum Stand der Ermittlungen sagte sie: „Wir wissen bisher noch nicht genau, was die Motive waren.“
Die Ermittler würden derzeit mit Hochdruck daran arbeiten, die Hintergründe aufzuklären. Ermittelt werde in alle Richtungen, vom gesundheitlichen Beeinträchtigungsschaden, bis hin zu einer absichtlichen, vorsätzlichen Tat. Derzeit könne man es aber noch nicht mit Sicherheit sagen, so Giffey.
Der 29-jährige Fahrer, ein Deutsch-Armenier, soll Sicherheitskreisen zufolge ein Plakat im Wagen gehabt haben, das sich gegen die Türkei richte. Dazu sagte Giffey: „Es gibt entgegen der Aussagen, die zwischendurch mal kamen, kein Bekennerschreiben. Es sind diese zwei Plakate gefunden worden auf der Rückbank, aber es ist noch nicht geklärt, ob das im Zusammenhang mit der Tat steht, wem die gehören und ob dahinter eine politische Aussage steht.“
In den ersten Vernehmungen des Mannes habe man noch keine klaren Aussagen bekommen, so Giffey. Man habe Bundesinnenministerin Faeser über den Sachstand informiert, man sei im Austausch. Im Moment sei es aber Aufgabe der Berliner Ermittlungsbehörden, sagte Giffey, da die Motivation der Tat noch unklar sei. Auf die Frage, ob man für Fußgänger in Berlin mehr Sicherheit schaffen könne, sagte die Bürgermeisterin: „Wir haben hier am Breitscheidplatz seit Dezember 2016 umfangreiche Sicherheits- und Schutzmaßnahmen. Wir haben heute genau gegenüber dieser Schutzmaßnahmen den Vorfall gehabt. Das ist eine Situation, die besonders schlimm ist.“
Die Sicherheit in Berlin sei für sie ein ganz wichtiger Arbeitsschwerpunkt, ergänzte die SPD-Politikerin. Doch man werde nicht die ganze Stadt mit Pollern und Betonabzäunungen versehen können. (dts Nachrichtenagentur)
Gefällt Ihnen unsere Zeitung?
Fügen Sie den Pfalz-Express als bevorzugte Quelle bei Google hinzu. So verpassen Sie keine wichtigen Nachrichten aus der Region.
⭐ Bei Google als bevorzugte Quelle hinzufügen
Diesen Artikel drucken



Flensburg – In Flensburg hat die Polizei am Mittwochmorgen offenbar eine Amoktat an einer Schule verhindert. Am Dienstagabend sei ein Chatverlauf bekannt ...
Berlin – Franziska Giffey (SPD) ist zur neuen Regierenden Bürgermeisterin von Berlin gewählt worden. Sie erhielt am Dienstag im Berliner Abgeordnetenhaus im ...
Mannheim/Heidelberg – Die Polizei Mannheim hat mit Entsetzen auf einige der Kommentare im Internet nach der Todesfahrt von Heidelberg reagiert. „Mit der ...
Berlin – Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) will einen harten Lockdown für die Hauptstadt beschließen. Man werde die Schulferien bis zum ...
Berlin – Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) hat seinen Rücktritt zum Ende des laufenden Jahres angekündigt. Er werde sein Amt zum ...
Berlin – Michael Müller (SPD) ist als Regierender Bürgermeister von Berlin wiedergewählt worden. Der SPD-Politiker erhielt am Donnerstag im Berliner Abgeordnetenhaus 88 ...
Berlin – Der Berliner Innensenator Andreas Geisel (SPD) will Demonstrationen gegen die Corona-Politik der Regierung auch nach den Vorfällen vom Wochenende nicht ...
Berlin – Die SPD hat neben der Bundestagswahl und der Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern auch die Berliner Abgeordnetenhauswahl gewonnen. Nach Auszählung aller Stimmbezirke ...
Trier – Der Ermittlungsrichter des Amtsgerichts Trier hat auf Antrag der Staatsanwaltschaft Haftbefehl gegen den 51 Jahre alten Beschuldigten wegen des dringenden ...
Berlin – Der Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, hat angesichts der Terrorgefahr besondere Sicherheitsmaßnahmen vor der großen Silvester-Party am Brandenburger Tor ...
Berlin – Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) will börsennotierte Unternehmen mit Bußgeldern noch stärker unter Druck setzen, um Frauen in Führungspositionen zu bringen. ...












