Persönlicher Strieffler-Nachlass: „Wertvoller Baustein für Kunst-, Kultur- und Stadtgeschichte“

7. September 2017 | noch keine Kommentare | Kategorie: Kultur, Landau
Gemeinsam mit Archivleiterin Christine Kohl-Langer, Dr. Walter Appel (M.) und Prof. Dr. Christoph Zuschlag (r.) hat Bürgermeister und Kulturdezernent Dr. Maximilian Ingenthron (l.) das Projekt und dessen Ergebnis jetzt der Öffentlichkeit vorgestellt. Foto: ld

Gemeinsam mit Archivleiterin Christine Kohl-Langer, Dr. Walter Appel (M.) und Prof. Dr. Christoph Zuschlag (r.) hat Bürgermeister und Kulturdezernent Dr. Maximilian Ingenthron (l.) das Projekt und dessen Ergebnis jetzt der Öffentlichkeit vorgestellt.
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Landau. Mehr als 60 Archivkartons gefüllt mit dem persönlichen Nachlass von Heinrich und Marie Strieffler: Seit dem Jahr 2013 befindet sich das Vermächtnis von Vater und Tochter im Landauer Stadtarchiv.

Was zunächst in 20 großen Umzugskarton vom Dachboden des Strieffler-Hauses in der Löhlstraße in die Räumlichkeiten in der Maximilianstraße gebracht wurde, hat der Landauer Kunsthistoriker Dr. Walter Appel jetzt im Rahmen eines Werkvertrags im Archiv verzeichnet und damit auch systematisch erschlossen.

Gemeinsam mit Archivleiterin Christine Kohl-Langer, Dr. Walter Appel und Prof. Dr. Christoph Zuschlag hat Bürgermeister und Kulturdezernent Dr. Maximilian Ingenthron das Projekt und dessen Ergebnis jetzt der Öffentlichkeit vorgestellt.

„Umfangreiche Schriftwechsel, private Fotografien, ebenso auch Patentanmeldungen des erfolgreichen Erfinders Heinrich Strieffler und mit Rechnungen, Mitgliedsausweisen oder Verträgen auch ganz alltägliche Dinge sind im Nachlass der beiden Künstlerpersönlichkeiten zu finden.

All diese Dokumente geben uns die Möglichkeit, einen eindrucksvollen Einblick in das so vielgestaltige wie ereignisreiche Leben und Wirken der Familie Strieffler zu erhalten“, so Bürgermeister Dr. Ingenthron. „Nun kann der Nachlass für wissenschaftliche Forschungen zum Leben und Wirken der Striefflers, aber auch zum Leben in Landau und der Pfalz herangezogen werden. Diese so umfangreiche Sammlung ist ein überaus wertvoller Baustein für die Kunst- und Kulturgeschichte“, erklärt der Kulturdezernent.

„Die Sammlung Strieffler ist ein wichtiger Beitrag zur Überlieferung der Stadtgeschichte“, betont Stadtarchivarin Christine Kohl-Langer. Das Stadtarchiv bewahre nicht nur das Schriftgut der Verwaltung auf, sondern verwahre auch Nachlässe von Personen des öffentlichen Lebens.

Die Finanzierung der Verzeichnung erfolgte über eine Spende des Vorsitzenden des Freundeskreises „Strieffler Haus der Künste“, Prof. Dr. Christoph Zuschlag, der diese Summe im Rahmen der Verleihung des Kunst- und Kulturpreises der Dr. Feldbausch-Stiftung erhalten hatte.

„In diesem Jahr hätte Marie Strieffler ihren 100. Geburtstag feiern können. Dass die Verzeichung des Nachlasses nun angegangen und abgeschlossen werden konnte, ist von besonderer Symbolik. Unser aller Dank hierfür gilt Prof. Dr. Zuschlag, der mit seiner Spende die so wichtige Aufarbeitung und Verzeichnung des Nachlasses erst möglich gemacht hat.

Das ist ein großzügiges und großartiges Geschenk an die Stadt, die Bürger wie auch an die Wissenschaft – und ein neuerlicher Beweis für das herausragende gesellschaftliche Engagement von Professor Zuschlag. Er hat Landau und seinem reichen kulturellen Erbe einen großen Dienst erwiesen“, betonte Dr. Ingenthron. (ld)

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