Samstag, 20. Juli 2024

Organisationen aus Golfstaaten unterstützen deutsche Salafisten

12. Dezember 2016 | Kategorie: Nachrichten, Politik
Foto: dts Nachrichtenagentur

Foto: dts Nachrichtenagentur

Berlin  – Religiöse Organisationen aus Saudi-Arabien, Kuwait und Katar stehen offenbar im Verdacht, mit Billigung ihrer Regierungen deutsche Salafisten zu unterstützen.

Ziel der zunehmenden Missionierungsaktivitäten – darunter der Bau von Moscheen und Schulungseinrichtungen sowie die Entsendung von Predigern – sei die Verbreitung einer fundamentalistischen Variante des Islam: Zu diesem Ergebnis kommen laut eines Berichts von „Süddeutscher Zeitung“, NDR und WDR der Bundesnachrichtendienst und das Bundesamt für Verfassungsschutz.

Im Auftrag der Bundesregierung untersuchen sie den Religionsexport. In der Regierung ist die Sorge groß, dass durch die Verbreitung eines rückwärtsgewandten, intoleranten Islam-Verständnisses die salafistische Szene weiter anwachsen könnte. Die Szene habe derzeit bereits fast 10.000 Mitglieder. Auch befürchte man, dass Flüchtlinge radikalisiert werden könnten.

Die beiden Geheimdienste urteilen in einer „Zwischenbilanz“, dass es sich bei der Arbeit der Missionsbewegungen aus den Golfstaaten um eine „langfristig angelegte Strategie der Einflussnahme“ handele. Es gebe inzwischen zahlreiche Belege dafür, dass Organisationen aus den drei Staaten europäischen und deutschen Salafisten Moscheen und Schulungseinrichtungen finanzieren.

Wiederholt habe die Bundesregierung vor allem Saudi-Arabien gedrängt, die Unterstützung radikaler Islamisten in Deutschland zu beenden. Die Regierung in Riad soll auf die Unabhängigkeit der religiösen Bewegungen verwiesen haben – die Geheimdienste kommen aber zu dem Schluss, diese seien „eng mit staatlichen Stellen in ihren Herkunftsländern verbunden.

Für Saudi-Arabien sei „die weltweite Missionierung unverändert Staatsräson und Teil der Außenpolitik“. Man müsse damit rechnen, dass die Organisationen versuchen, „ihre Aktivitäten in Europa und Deutschland weiter auszubauen“.

In Europa soll nun eine Liste bekannter Funktionäre und Prediger erstellt werden, um ihnen die Einreise in den Schengen-Raum zu verweigern. (dts Nachrichtenagentur/red)

Print Friendly, PDF & Email
Zur Startseite

Abonnieren Sie auch unseren Pfalz-Express-Kanal bei YouTube

Diesen Artikel drucken Diesen Artikel drucken

2 Kommentare auf "Organisationen aus Golfstaaten unterstützen deutsche Salafisten"

  1. Haardtriechel sagt:

    ….den fundamentalistischen Müll einfach verbieten. Ach nein, stopp. Das sind ja die, die so gern unsere Schützenpanzer kaufen und auf dieser Erdölblase sitzen. Und das die so invasiv und renitent ihren Steinzeitislam versuchen in alle Welt zu exportieren, damit war ja nun beim besten Willen nicht zu rechnen. Na gut, die 148 vollstreckten Todesurteile im Jahr 2015, überwiegend durch Enthaupten, waren schon irgendwie irritierend, verstörend, bestürzend etc. pp für Angie & friends aber Dienst ist Dienst und Schnaps ist halt mal Schnaps . Ein Glück das unsere Hauptstadt-Leuchten das jetzt noch rechtzeitig zum Auftakt des Bundestag-Wahlkampfs bemerkt haben. Nur komisch das bereits 2011 das schon mal durch die Gazetten ging und auch alle ganz betroffen und vor allem total überrascht waren. Damals waren es noch 2500 Mitglieder. Was genau ist denn seitdem passiert, ausser das sich die Scharia-Freaks vervierfacht habe ? Genau. Nichts. Aber jetzt wird durchgegriffen. Ganz bestimmt. Versprochen. Zumindest bis zum Herbst 2017 und dann sehn wir weiter.

    https://www.google.de/amp/m.faz.net/aktuell/politik/inland/verfassungsschuetzer-warnen-saudi-arabien-unterstuetzt-salafisten-in-deutschland-15732.amp.html?client=safari

  2. Johannes Zwerrfel sagt:

    Maria Böhmer (CDU):
    „Diese Menschen mit ihrer vielfältigen Kultur, ihrer Herzlichkeit und ihrer Lebensfreude sind uns will- kommen, sie sind eine Bereicherung für uns alle“

    Die Kanzlerin 18 Juni 2011:
    Wir müssen die Gewalt von Migranten akzeptieren! ab Min 1:45
    https://www.youtube.com/watch?v=CVnTpEaGNU0
    —————————————–
    Das Establishment muss weg.
    AfD wählen!