
Symbolbild: dts nachrichtenagentur
Berlin – Der OECD-Bildungsdirektor und Chef der PISA-Studie, Andreas Schleicher, rät Deutschland zu einem bundesweiten Zentralabitur. „Ein Abitur auf Landesebene macht genauso wenig Sinn, wie dass jeder Provinzfürst seine eigene Währung druckt“, sagte Schleicher den Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“.
Denn am Ende bewürben sich die Schüler „um die gleichen Hochschulen und Ausbildungsplätze“, so der OECD-Bildungsdirektor weiter. Dies sei nicht „nur eine Frage von Transparenz und Effizienz, sondern in höchstem Maße auch eine Frage der Fairness“, sagte Schleicher zur Begründung.
Denn unterschiedliche Standards führten bei „vergleichbaren Schülerleistungen je nach Wohnsitz heute zu völlig unterschiedlichen Abiturnoten, die wiederum eng mit Zugangsberechtigungen und damit Lebenschancen verknüpft sind“, so der OECD-Bildungsdirektor.
Schließlich verspreche „ein Zentralabitur auch eine verbesserte Qualität bei den Abschlussprüfungen, denn die Länder können ihre Ressourcen dann gemeinsam für die Entwicklung eines guten Aufgabenpools nutzen“, sagte Schleicher.
Er schlussfolgerte: „Aus Sicht der Schülerinnen und Schüler wäre ein Zentralabitur sicher ein großer Gewinn.“ Das müsse auch keineswegs heißen, dass überall nach den gleichen Lehrplänen unterrichtet werde, so der OECD-Bildungsdirektor weiter.
Angestoßen hatte die Debatte Baden-Württembergs Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU). „Wir brauchen in Deutschland innerhalb von fünf bis zehn Jahren ein zentrales Abitur und auch für andere Schulabschlüsse zentrale Prüfungen“, hatte Eisenmann den Zeitungen des „Redaktionsnetzwerks Deutschland“ gesagt. Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU) hatte den Vorstoß begrüßt. (dts Nachrichtenagentur)
Gefällt Ihnen unsere Zeitung?
Fügen Sie den Pfalz-Express als bevorzugte Quelle bei Google hinzu. So verpassen Sie keine wichtigen Nachrichten aus der Region.
⭐ Bei Google als bevorzugte Quelle hinzufügen
Diesen Artikel drucken



München – Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat dem Vorschlag der baden-württembergischen CDU für ein baldiges Zentralabitur eine Absage erteilt. „Zentralismus führt ...
Berlin – Nach den Protesten von Schülern in Bayern, Hamburg und Niedersachsen gegen angeblich zu schwere Abiturprüfungen im Fach Mathematik forcieren Wissenschaftler ...
Bern – Die Schweiz und Luxemburg sind die beiden OECD-Länder, welche finanziell am meisten von ihren Einwanderern profitieren. Zu diesem Ergebnis kommt ...
Berlin – Die Linken-Vorsitzende Katja Kipping wirbt angesichts des Verzichts der Fraktionsvorsitzenden Sahra Wagenknecht auf eine erneute Kandidatur für einvernehmliche Lösungen. „Die ...
Stuttgart – Die baden-württembergische Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) rechnet damit, dass die Bundesländer in den nächsten Monaten bis zu 1,2 Millionen Laptops ...
Berlin – Linken-Chefin Katja Kipping hat vor dem Hintergrund neuer Enthüllungen über die Aktivitäten des rechtsextremistischen Netzwerkes „Nordkreuz“ gefordert, deren potenzielle Opfer ...
Berlin – Die Sozialwissenschaftlerin und Publizistin Necla Kelek hat die Pläne kritisiert, in Deutschland lebenden Türken die doppelte Staatsbürgerschaft zu gewähren. ...
Berlin – Die mutmaßlichen Islamisten, die am Donnerstag voriger Woche den Pariser Flughafen Charles de Gaulles ausgespäht haben, werden laut eines Zeitungsberichts ...
Stuttgart – Nach parteiinterner Kritik hat laut eines Zeitungsberichts der stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende, Thomas Strobl, seinen Auftritt bei der Jahrestagung der Werteunion abgesagt. ...
Berlin – Eine von der Enthüllungsplattform Wikileaks veröffentlichte Depesche der US-Botschaft in Kabul legt nahe, dass es Vetternwirtschaft beim millionenschweren Bau einer ...












