
Symbolbild: Rolf H. Epple
Kreis Germersheim – Der Anblick sorgt für Verunsicherung: Wenn in der Nachbarschaft der Rettungswagen hält und zwei Personen von Kopf bis Fuß in Schutzkleidung gehüllt die Straße passieren, werden Menschen nervös.
Doch die Sorge ist nicht berechtigt. Die Sanitäter kommen im Auftrag des Gesundheitsamts Germersheim – und die Schutzkleidung sei in Zeiten der Corona-Pandemie Pflicht, wie Landrat Dr. Fritz Brechtel informiert.
Die Mitarbeiter vor Ort, derzeit meist freiwillige Helfer, wurden in erster Linie zu Befragungen oder für Abstriche in private Haushalte geschickt. Die Anfahrt erfolgt momentan noch mit einem Einsatzfahrzeug. Künftig werden zivile Pkws hierfür verwendet.
Das Gesundheitsamt benötigt derzeit viele Kapazitäten, um der Corona-Pandemie zu begegnen. Der Einsatz in Privathaushalten dient dem Schutz der Bevölkerung und entlastet zudem die Behörde. Dr. Fritz Brechtel wörtlich: „Wer die Einsatzkräfte vor Ort beobachtet, kann sich in Sicherheit wähnen. Denn sollte in dem besuchten Haus der Fall einer Corona-Infektion bekannt werden, so ist das Gesundheitsamt hierüber bereits im Bilde und wird daraufhin entsprechende Maßnahmen einleiten.“
Das ungewöhnliche Bild, das sich mancherorts der Nachbarschaft bietet, ist also kein Grund sofort zum Telefon zu greifen und Polizei oder Ordnungsämter zu informieren. Bevor die Helfer des Gesundheitsamts ausrücken, wurde zuvor mit dem betroffenen Haushalt ein Termin vereinbart. Niemand erhält also ohne vorherige Absprache einen Besuch der vermummten Gestalten.
Teams kommen nur mit triftigem Grund
Das Gesundheitsamt kommt zu Menschen, die nicht zum Arzt oder in die Corona-Ambulanz gehen können, beispielsweise weil sie bettlägerig oder aus anderen Gründen nicht mobil sind. Auch für Befragungen nach möglichen Kontaktpersonen eines Corona-Infizierten sind die Teams auf Hausbesuch unterwegs, jedoch nie ohne „Grund“ – es herrscht also keine Willkür. (red)

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