Donnerstag, 06. August 2020

Neues Notarzteinsatzfahrzeug für Landau

28. Februar 2020 | noch keine Kommentare | Kategorie: Landau

Oberbürgermeister Thomas Hirsch, Landrat Dietmar Seefeldt, Notarzt Dr. Thomas Bleck vom Vinzentius-Krankenhaus Landau, Markus Stegner, Leiter der DRK-Rettungswache Landau, Jürgen See Geschäftsführer DRK Rettungsdienst GmbH, Achim Bayer Leiter des DRK-Rettungsdienstes, Michael Schönhöfer, stellv. Leiter der DRK-Rettungswache Landau, Prokurist Herr Harsch vom Städtischen Klinikum Landau-SÜW (v.l.n.r.)
Foto: ld

Südpfalz. Die DRK Rettungsdienst Südpfalz GmbH betreibt den öffentlich-rechtlichen Rettungsdienst einschließlich den Krankentransport in den Städten Landau, Pirmasens und Zweibrücken und den Landkreisen Germersheim, Südwestpfalz und Südliche Weinstraße.

Durch den Betrieb der Rettungswachen Annweiler, Bad Bergzabern, Bundenthal einschließlich des Notarztstandortes Dahn, Edenkoben, Germersheim, Hauenstein, Herxheim, Kandel, Landau, Maximiliansau, Pirmasens, Rodalben, Weselberg und Zweibrücken wird in einem Gebiet von 2.271 km² für rund 460.000 Bürger eine optimale Versorgung für Kranke und Verletzte gewährleistet.

Im Jahr 2019 leistete das DRK mit über 350 Mitarbeitern insgesamt 73.526 Einsätze, bei denen die Rettungsfahrzeuge insgesamt 2,20 Mio. Kilometer zurückgelegt haben.

Für den Einsatzbereich der Rettungswache Landau, welche primär das Stadtgebiet Landau und die Verbandsgemeinde Landau-Land versorgt, konnte ein neues Notarzteinsatzfahrzeug auf der Basis eines BWM x3 mit Sonderausbau in Betrieb genommen werden.

Das Fahrzeug ist mit umfangreichem Innenausbau und mit drei Sitzplätzen ausgestattet, damit auch Ärzte der beiden Landauer Kliniken auf dem Weg zur Ausbildung als Notärzte mitfahren können.

Neu ist auch das optisch auffälligere Design mit zusätzlich gelben Reflektoren, was die Erkennbarkeit im Straßenverkehr deutlich verbessert. „Ein zusätzlicher Sicherheitsaspekt“, wie der Leiter des Rettungsdienstes Achim Bayer betont.

Die medizinische Ausstattung umfasst alle notwendigen Geräte, damit die Notärzte eine notfallmäßige Versorgung sowie eine Vorbereitung für die Intensivmedizin durchführen können. Mit dem EKG können beispielsweise von der Einsatzstelle EKG-Bilder direkt zur aufnehmenden Klinik zur Vorbeurteilung versendet werden, was für die moderne Herzinfarktversorgung unerlässlich ist.

Das Vorgängerfahrzeug hat nahezu unfallfrei ca. 315.000 km geleistet und wurde nun außer Betrieb genommen.

Der Aufsichtsratsvorsitzende der DRK Rettungsdienst Südpfalz GmbH Landrat Dietmar Seefeldt sowie der Oberbürgermeister Thomas Hirsch danken ausdrücklich auch den Verantwortlichen des Klinikum Landau-Südliche Weinstraße sowie dem Vinzentius-Krankenhaus Landau und deren mitwirkenden Notärzten dafür, dass die beiden Kliniken seit nunmehr 25 Jahren in gemeinsamer Aufgabenteilung die notärztliche Versorgung Landaus mit großem Engagement sicherstellen.

„Es ist es in den letzten Jahren in Landau immer gelungen durch den verlässlichen Einsatz der beiden Krankenhäuser den Notarztdienst auf hohem Fachniveau aufrecht zu erhalten“, stellte Landrat Dietmar Seefeldt heraus.

Beide Krankenhäuser wechseln sich wöchentlich mit der Notarztbesetzung ab, um eine durchgehende Abdeckung zu gewährleisten. „Das ist in Landau gelebte und verlässliche Praxis“, lobt auch der Oberbürgermeister die Kliniken der Stadt Landau.

Die ca. 1.200 Notarzteinsätzen im Jahr zeigen, welchen wichtigen Beitrag zur Notfallversorgung durch die Notärzte der beiden Landauer Kliniken für die Bürgerinnen und Bürger in der Region absolut verlässlich leisten.

Nach der Neustrukturierung der Rettungsdienstbereiche sowie der Neufassung des Landesrettungsdienstplanes findet künftig eine wesentlich engere Zusammenarbeit auch über Kommunal- und Gebietsgrenzen hinaus statt. Aus diesem Grund wurde für das Deutsche Rote Kreuz auch ein einheitliches Fahrzeug-Konzept Rheinland-Pfalz entwickelt.

Bei Großschadensereignissen kann dieses Fahrzeug auch in anderen Rettungsdienstbereichen eingesetzt werden, weil sowohl der Ausbau als auch die Einrichtung der Schränke und Schubladen identisch ist und somit auch Ärzte und Notfallsanitäter aus anderen Bereichen sich sofort in diesem Fahrzeug zurechtfinden können.

„Wir sind beiden Kliniken für die sehr gute Zusammenarbeit sehr dankbar. Die jeweils hohe klinische Kompetenz sorgt dafür, dass in Landau die Versorgung von der Einsatzstelle bis in die Klinik optimal abgestimmt ist. Das geht nur, wenn alle Akteure vertrauensvoll zusammenwirken“, ergänzte der Geschäftsführer der DRK Rettungsdienst Südpfalz GmbH Jürgen See.

Aufgrund der sehr zentralen Lage hat damit das Landauer Notarzteinsatzfahrzeug eine hohe einsatztaktische Bedeutung für die Gesamtregion.

Die Beschaffung erfolgt über eine 100%ige Bezuschussung der Krankenkassen. Die Gesamtkosten für das Fahrzeug mit den medizinischen Geräten beliefen sich insgesamt auf 110.000,00 Euro.

 

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