
Airbus A400M
Foto: Pfalz-Express / Epple
Die NATO hat angesichts der angespannten Sicherheitslage im Nahen und Mittleren Osten ihre Ausbildungsmission im Irak vorübergehend angepasst und internationales Personal aus Bagdad abgezogen.
Auch deutsche Soldatinnen und Soldaten, die im Rahmen der NATO Mission Iraq (NMI) eingesetzt waren, sind inzwischen wohlbehalten nach Deutschland zurückgekehrt
Die Entscheidung zur Verlegung traf der Supreme Allied Commander Europe (SACEUR). In den vergangenen Tagen wurden Einsatzkräfte mehrerer Bündnisstaaten mit Militärflugzeugen aus dem Irak in benachbarte Länder ausgeflogen. Nach Angaben aus Bündniskreisen verlief die Evakuierung ohne Zwischenfälle und in enger Abstimmung zwischen den NATO-Partnern.
Auch die Bundeswehr war maßgeblich an der Rückverlegung beteiligt. Mit Transportmaschinen des Typs Airbus A400M wurden Personal und Material aus Bagdad ausgeflogen. Die deutschen Kräfte legten auf dem Rückweg einen Zwischenstopp in Jordanien ein, bevor sie am Abend des 19. März auf dem Fliegerhorst Wunstorf Air Base landeten. Dort wurden sie vom Inspekteur der Luftwaffe, Holger Neumann, empfangen.
Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) verwies auf die enge Abstimmung innerhalb des Bündnisses, insbesondere mit den USA als führender Nation.
Die NATO Mission Iraq hat den Auftrag, irakische Sicherheitskräfte auszubilden und zu beraten. Damit soll die Sicherheitslage im Land langfristig stabilisiert und ein erneutes Erstarken der Terrormiliz Islamischer Staat verhindert werden
Unabhängig davon bleiben deutsche Streitkräfte in der Region außerhalb des Iraks präsent: Rund 200 Soldaten beteiligen sich weiterhin an den Einsätzen „Counter Daesh“ und „Capacity Building Iraq“ im Nordirak und in Jordanien.
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