
US-Luftwaffenbasis Ramstein in der Pfalz.
Foto: dts nachrichtenagentur
Berlin – Die NATO begrüßt die weitere Bereitschaft der Bundesregierung zur Stationierung von US-Atomwaffen in Deutschland. „Die nuklearen Vereinbarungen der NATO sind heute genauso wichtig wie sie es schon immer gewesen sind.
Sie bieten den europäischen Alliierten einen nuklearen Schutzschirm“, sagte NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg der „Welt“ (Donnerstagausgabe). Die gemeinsamen Verfahren, Übungen und die Nukleardoktrin sicherten den Verbündeten Einfluss auf nukleare Angelegenheiten, den sie andernfalls nicht haben würden. „Die nukleare Teilhabe, an der 29 Alliierte beteiligt sind, ist ein multilaterales Übereinkommen, das sicherstellt, dass die Vorteile, Verantwortlichkeiten und Risiken der Abschreckung unter den Verbündeten aufgeteilt sind“, sagte Stoltenberg.
Er unterstütze außerdem die Pläne von Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) zum Kauf von F-18-Kampfjets. „Um Sicherheit für alle Alliierten sicherzustellen, ist es notwendig, dass sich möglichst viele Mitgliedsländer daran beteiligen.
Wir brauchen Flugzeuge, die die nukleare Abschreckung unterstützen – auch aus Deutschland“, so Stoltenberg. Die NATO fühle sich weiterhin dem Ziel einer atomwaffenfreien Welt verpflichtet. „Tatsächlich hat die NATO ihr nukleares Arsenal in Europa um 90 Prozent reduziert. Aber solange wie Nuklearwaffen existieren, wird die NATO auch eine nukleare Allianz bleiben“, so Stoltenberg.
Ziel der NATO-Nuklearwaffen sei nicht, einen Konflikt zu provozieren, sondern Friedenssicherung und die Abschreckung vor Aggressionen. „Die Welt wird nicht dadurch sicherer, dass Russland, China und andere Länder in neue und immer mehr Nuklearwaffen investieren, während die NATO gleichzeitig über keine dieser Waffen verfügt“, sagte der NATO-Chef. (dts Nachrichtenagentur)

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