
Foto: dts Nachrichtenagentur
Berlin – Eine aus dem Iran abgefeuerte ballistische Rakete, die auf dem Weg in den türkischen Luftraum war, ist von der Nato-Luftabwehr im östlichen Mittelmeer abgeschossen worden.
Das türkische Verteidigungsministerium teilte am Mittwoch mit, dass die Rakete zuvor den irakischen und syrischen Luftraum durchquert hatte. Es wurden keine Opfer oder Verletzungen gemeldet. Es ist derzeit nicht eindeutig, ob die Rakete absichtlich auf die Türkei gerichtet war oder versehentlich dorthin flog. Die verfügbaren Meldungen aus dem heutigen Vorfall geben dazu noch keine klare Bewertung.
Ein türkischer Regierungsvertreter sagte, man gehe davon aus, dass die Türkei nicht das eigentliche Ziel gewesen sei, sondern eventuell ein Ziel in der Nähe von Zypern oder im weiteren Einsatzgebiet und die Rakete unterwegs von ihrer Bahn abgewichen sei.
„Können uns schützen und verteidigen“
Das Ministerium erklärte, dass die Türkei zwar für regionale Stabilität und Frieden stehe, jedoch in der Lage sei, ihr Territorium und ihre Bürger zu schützen, unabhängig von der Herkunft oder dem Ursprung einer Bedrohung. Alle notwendigen Schritte zur Verteidigung des Territoriums und des Luftraums würden entschlossen und ohne Zögern unternommen.
Das Recht, auf feindliche Handlungen gegen das Land zu reagieren, sei vorbehalten. Alle Parteien seien aufgefordert, von Handlungen abzusehen, die den Konflikt in der Region weiter eskalieren könnten. Nach dem Vorfall werde die Türkei mit der Nato und anderen Verbündeten sprechen, so das Ministerium.
Der Vorfall markierte die jüngste Eskalation im sich ausweitenden Konflikt. Vor den US-israelischen Angriffen auf den Iran hatte die Türkei Washington und Teheran aufgefordert, während ihrer Verhandlungen über das iranische Atomprogramm und die Raketenfähigkeiten eine Einigung zu erzielen, da die Region keine weitere Destabilisierung verkraften könne. (dts Nachrichtenagentur)

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