Berlin – Im Skandal um Misshandlungen in der Pfullendorfer Ausbildungskaserne für Elite-Soldaten rügt der verteidigungspolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Rainer Arnold, die Kommunikationsstrategie von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU).
„Wieder einmal wurde das Parlament nicht rechtzeitig informiert, obwohl die Fakten schon seit einiger Zeit bekannt waren“, sagte Arnold.
Arnold und die anderen Obleute des Verteidigungsausschusses sind am Freitagnachmittag erst kurz nach Veröffentlichung des ersten „Spiegel Online“-Berichts von Bundeswehr- Generalinspekteur Volker Wieker schriftlich informiert worden. Arnold spricht sich nun für eine Sondersitzung des Verteidigungsausschusses aus und fordert, dass in den Standort Pfullendorf „reingeleuchtet“ werde.
„Nicht gut geführt“
Er sei im vorigen Sommer in der Staufer-Kaserne gewesen und habe das Gefühl gehabt, „dass dort nicht gut und verantwortungsvoll geführt wird“. Den Besuch beim jetzt abgelösten Kommandeur habe er zuvor erzwingen müssen. Dieser habe auch mit massivem Druck und Tricks unterlaufen, dass er die Personalvertretung unter vier Augen habe sprechen können.
Dies sei „ganz merkwürdig“ gelaufen. „Ich bin im Bewusstsein gegangen: Irgendetwas läuft da nicht gut, hatte aber keine Fakten.“
Oberst Thomas Heinrich Schmidt war seit 2013 Kommandeur des Ausbildungszentrums „Spezielle Operationen“. Er, zwei Offiziere des Stabs und zwei Unteroffiziere wurden mittlerweile auf „irrelevante“ Posten versetzt.
Die Verteidigungsministerin müsse nun „sauber aufklären, strafrechtlich Relevantes weiterhin zur Anzeige bringen und in dem Laden aufräumen“, forderte Arnold. „Soldaten mit einem so gravierenden Fehlverhalten dürfen keinen Platz mehr in der Truppe haben.“
Strukturell müsse sie „die Verantwortung in die Köpfe der Soldaten bringen, dass sie sich beim Wehrbeauftragten oder übergeordneten Vorgesetzten melden, wenn etwas aus dem Ruder läuft“. Diese Geisteshaltung gehöre zu einem Staatsbürger in Uniform. „Hier wurde erduldet und nichts gesagt.“ (dts Nachrichtenagentur/red)

Diesen Artikel drucken


Berlin – Die Kritik an Ursula von der Leyens (CDU) Plänen zur Steigerung der Attraktivität der Bundeswehr reißt nicht ab. Die Verteidigungsministerin ...
Berlin – Die Bundeswehr steht laut Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) vor einem Einsatz im Irak. „Darauf müssen wir uns einstellen“, ...
Berlin – Nur zweieinhalb Monate vor Jahresende hat Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) über die Hälfte ihres Rüstungsetats noch nicht abgerufen. ...
Berlin – Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hat den Ministeriums-Bericht zur Entwicklung des Sturmgewehrs G36, den sie trotz Vorlage in ihrem ...
Berlin – Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) hält einen Abzug der deutschen Soldaten vom türkischen Luftwaffenstützpunkt Incirlik selbst dann für falsch, ...
Germersheim – Er hat es kurz gemacht: Keine „volle Breitseite“ einer Endlos-Rede sollten die über 200 Gäste der sicherheitspolitische Veranstaltung – eine ...
Berlin – Die künftige Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat erste Schwerpunkte ihrer bevorstehenden Arbeit benannt. Erstens ginge es darum, Deutschlands Rolle ...
Berlin – Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat angekündigt, das Engagement der Bundeswehr aufgrund der Flüchtlingskrise auszuweiten. „Wir haben allein für dieses ...
Bagdad – Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat dem Irak im Kampf gegen die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) weitere Militärhilfen zugesagt. „Es ...
Berlin – Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) bringt zum ersten Treffen mit ihrem neuen US-Kollegen James Mattis ein Präsent mit, das ...














