Ankara – Beim Referendum über die Reform der türkischen Verfassung hat eine knappe Mehrheit für die von Präsident Erdogan angestoßen Änderungen gestimmt.
Nach Auszählung von über 97 Prozent der Stimmen lag das „Ja“-Lager mit 51,4 Prozent rechnerisch uneinholbar vorn. 48,6 stimmten demnach gegen die Verfassungsreform. Die Wahlbeteiligung lag laut der offiziellen Zahlen bei rund 86 Prozent.
Die Wähler stimmten konkret darüber ab, ob voraussichtlich im November 2019 insgesamt 69 Artikel der Verfassung geändert werden sollen. Präsident Erdogan wird damit seine Befugnisse deutlich ausweiten. Auf den Stimmzetteln standen nur „Evet“ (Ja) und „Hayir“ (Nein) zur Auswahl, ohne eine spezifische Frage oder Erläuterung.
Das entsprechende Feld musste mit einem bereitgestellten Stempel gestempelt werden. Internationale Wahlbeobachter klagten über Behinderungen und zahlreiche Berichte über Unregelmäßigkeiten machten die Runde. (dts Nachrichtenagentur)

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