
Aiman Mazyek.
Foto: Pfalz-Express
Berlin – Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime, Aiman Mazyek, der selbst mit „NSU 2.0“ unterschriebene Morddrohungen erhalten hat, nimmt die Sicherheitsbehörden in Schutz.
„Wenn wir kritisieren, dann kritisieren wir nicht die Polizei per se oder die Sicherheitsbehörden“, sagte Mazyek dem Nachrichtenportal T-Online. „Das ist genau das, was sich die Extremisten wünschen und dass der Keil auch zwischen Polizei und Bürgern entsteht. Das wollen wir nicht.“
Diese Woche hatte Mazyek mit einem Twitter-Video für Aufsehen gesorgt, in dem er die Briefe eine „feige Straftat“ nannte. Die Drohungen würden immer brutaler und richteten sich auch gegen Frau und Kinder, „mit Informationen aus dem direkten Umfeld.“
Mit Blick auf die jüngsten Anschläge warnte er davor, dass es manchmal nicht bei reinen Drohungen bleibt. „Wenn einer solch einen Mordaufruf gegen Menschen und ihre Familien ausspricht, dann ist er auch potenziell in der Lage, solche Terroranschläge zu vollziehen“. Dennoch will sich Aiman Mazyek nicht einschüchtern lassen: „Der Kampf für unsere Freiheit, für unsere Vielfalt in unserer Gesellschaft, für unsere Demokratie muss weitergehen“. (dts Nachrichtenagentur)
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