Mittwoch, 24. April 2024

Landesvereinigung Unternehmerverbände Rheinland-Pfalz (LVU): Wirtschaftsdaten zeichnen kein gutes Bild vom Zustand unseres Standortes

29. März 2024 | Kategorie: Wirtschaft in der Region

Die Wirtschaft muss wieder angekurbelt werden, so der LVU.
Archivbild: Pfalz-Express

RLP. Zur vom Statistischen Landesamt vorgestellten Analyse des Wirtschaftsjahres 2023, die einen Rückgang der Wirtschaftsleistung um knapp fünf Prozent attestiert, äußerst sich der Hauptgeschäftsführer der Landesvereinigung Unternehmerverbände Rheinland-Pfalz (LVU), Karsten Tacke.

„Die Wirtschaftsdaten für 2023 zeichnen erwartungsgemäß kein gutes Bild vom gegenwärtigen Zustand der Wirtschaft im Land. Dabei werden zwei Dinge besonders deutlich: Erstens sind die hier ansässigen Industrieunternehmen für unsere Wirtschaft von herausragender Bedeutung und zweitens haben viele dieser Unternehmen bis heute immens unter den viel zu hohen Energiepreisen zu leiden.

Gerade der massive Einbruch der Wertschöpfung im produzierenden Gewerbe um minus elf Prozent und der damit verbundene deutliche Rückgang der durchschnittlichen Arbeitszeit um minus neun Stunden belegen das eindeutig. Die Folgen schlagen sich nicht nur in der deutlich verringerten Gesamtwirtschaftsleistung nieder, sondern greifen zunehmend auch auf den Arbeitsmarkt durch. Nicht nur die Zahl der Erwerbstätigen stagniert nahezu, sondern auch das Arbeitsvolumen. Rheinland-Pfalz liegt dabei unter dem Bundesschnitt.

Das sind keine guten Aussichten für unseren Standort. Deshalb wäre es ein Fehler, nur darauf zu warten, dass sich die konjunkturelle Flaute von selbst erledigt. Die Devise Augen-zu-und-durch hilft uns nicht weiter, sondern nur entschlossenes Handeln.

Dabei reichen zuletzt beschlossene Maßnahmen wie die Energiepreisbremse, das Bürokratieentlastungsgesetz oder das Wachstumschancengesetz noch nicht aus, um die notwendige Kehrtwende herbeizuführen.

Unsere Unternehmen brauchen sofort ein vollständiges Belastungsmoratorium bei der Bürokratie und deutliche Entlastungen bei Steuern und Abgaben sowie Arbeitskosten. Das wäre ein wichtiges Signal; auch um bei den Unternehmen wieder für die notwendige Zuversicht zu sorgen.“

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