
Oberbürgermeister Hans-Dieter Schlimmer, Karl Fücks und Stadtarchivarin Christine Kohl-Langer (v.l.n.r.).
Foto: stadt-landau
Landau. Schon seit langen Jahren sammelt Karl Fücks Plakate, Fotos und Dokumente aus früheren Zeiten. „Mein Vater hat leidenschaftlich gerne fotografiert. Die vielen Fotos haben mich so begeistert, dass ich sehr früh mit dem Sammeln angefangen habe“, erklärte Fücks.
Mit den Jahren wurde seine Sammlung immer größer und 2013 hat er dann einen Großteil seiner Plakat- und Fotosammlung an das Stadtarchiv Landau übergeben. Über 230 Plakate sind mittlerweile dort verzeichnet. Auch hatte er in den 70er und 80er Jahren Befragungen (Tonbänder) mit ehemaligen KZ-Häftlingen und Widerstandskämpfern durchgeführt. Dadurch wurde die Sammlung mit der Zeit noch größer.
Einen weiteren großen Teil seiner eindrucksvollen Sammlung hat Karl Fücks nun dem Archiv und Museum übergeben. „Die Sammlungen von Karl Fücks gehen nicht nur in eine bestimmte Richtung, sie gehen in die Breite und sind sehr wertvoll für uns.
Es freut mich deshalb sehr, dass er nun erneut einen Großteil an unser Stadtarchiv übergeben hat“, so Oberbürgermeister Hans-Dieter Schlimmer. Außerdem wies er darauf hin, dass die Tondokumente mit Befragungen von Opfern der Nazi-Diktatur sehr kostbar seien, da die meisten Zeitzeugen heute nicht mehr leben.
Karl Fücks hat auch viele seiner Dokumente dem Stadtarchiv Speyer und dem Landesarchiv in Speyer überlassen. „Ich möchte der Gesellschaft das zurückgeben, was sie einst mir gegeben hat“, betonte Fücks. Seine Sammlungen sollen Interessierten und damit dem Gemeinwesen zur Verfügung gestellt werden.
Auch Stadtarchivarin Christine Kohl-Langer freut es sehr, dass Fücks erneut dem Archiv und Museum Landau einige Dokumente überlässt: „Wir sind sehr dankbar für die außergewöhnlichen und auch einzigartigen „Schätze“ die Karl Fücks uns übergibt. Egal ob Fotos, Tonbandaufnahmen oder Briefe, alles aus der früheren Zeit ist für uns wichtig.“
Zum Schluss appellierten Schlimmer, Fücks und Kohl-Langer an die Allgemeinheit: „Wir bitten darum, alte Fotoalben, alte Dokumente oder ähnliches nicht einfach wegzuwerfen. Das Stadtarchiv ist dankbar für jede Sammlung, die auf die Geschichte von Landau bzw. Deutschland aufmerksam macht.“ (stadt-landau)

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