Montag, 28. November 2022

Landauer Ostpark wird saniert: Mehr Licht und bessere Aufenthaltsqualität

23. Januar 2022 | Kategorie: Landau, Regional

Sabine Klein und Lukas Hartmann führten durch den Ostpark.
Fotos (auch Galerie): Pfalz-Express/Ahme

Landau. Weiter geht‘s mit der Sanierung des Ostparks: Zur Vorbereitung der umfangreichen Baumaßnahmen sollen die nächsten Wochen genutzt werden, um Bäume und Sträucher zu pflegen, bevor die Vogelbrutzeit beginnt.

So wird beispielsweise Platz geschaffen für die geplante Bushaltestelle an der Rheinstraße und die neue WC-Anlage. Aber auch die Weiher-Insel und andere Strauchbestände werden für bessere Sicht und Wachstumsbedingungen „ausgelichtet“.

Was genau in den kommenden Wochen im Ostpark passieren soll, stellte Umweltdezernent Lukas Hartmann gemeinsam mit der Leiterin der städtischen Grünflächenabteilung Sabine Klein vor.

„Vor ziemlich genau einem Jahr wurde das Wasser des Weihers abgelassen“, so Hartmann. Dann hatte es geregnet und man war sich nicht sicher, ob die Saatgutmischung, die man in den Weiherboden eingebracht hatte, auch aufgehen würde. Aber man hatte Glück – es entstand ein sehr schöner Blütenteppich, so schön, dass manche Leute gerne diese Blütenpracht beibehalten hätten. Der Weiher ist für Landau prägend“, gibt Hartmann zu bedenken. Es sei deshalb klar gewesen, dass der Weiher erhalten bleiben musste. Auf vielen alten Postkarten ist auch die Sichtachse zur Jugendstil-Festhalle abgebildet – ein ebenso prägnanter Anblick.

Es gibt Vorgaben wie zum Beispiel, dass der Giebel der Festhalle immer zu sehen sein muss, so Klein, da müsse man sich mit dem Denkmalamt immer wieder abstimmen und dazu müssen Bäume und Sträucher immer mal wieder ausgedünnt werden.

Blick über das Weiher-Areal zur Festhalle und Parkhotel.
Foto: Pfalz-Express/Ahme

Die Vogelinsel, auf der in früheren Zeiten sogar eine kleine Pagode gestanden hat, soll erhalten bleiben. Die Insel, die man nur mit einem Boot erreichen konnte, soll nun mit einem Steg mit dem „Festland“ verbunden werden.

Pagode auf der kleinen Insel
Postkarte von 1906 (Privatbesitz)

Der Fütterungsproblematik will man mit einer verstärkten Aufklärung begegnen. Und auch darüber informieren, dass die Fütterung der bis zu 70 Wasservögel, zwar „nett gemeint, aber keine gute Idee“ gewesen sei. Die Verunreinigungen durch das Füttern, die dadurch erfolgte erhöhte Nährstoffkonzentration, habe zu dem Zustand des Weihers geführt, der nun die weiteren Maßnahmen nach sich ziehe. „Wir brauchen einen stabilen, ökologischen Wasserhaushalt“, so Umweltdezernent Hartmann.

Durch das Ausdünnen von Bäumen und Sträuchern soll es mehr Licht geben. Die Sicht auf die Straße soll dem Gefühl, das oft von Spaziergängern geäußert wurde, sich auf einem unsicheren Terrain zu bewegen, entgegen wirken – eine soziale Kontrolle soll entstehen.

Ursprünglich reichte der Schwanenweiher bis zur neu befestigten Mauer. Dort war auch eine Anlegestelle, die man beim Spaziergang entlang der beeindruckenden Befestigung, passieren kann.

Anlegestelle
Altes Postkartenmotiv im Privatbesitz

Ursprünglich sollte die Mauer Beleuchtungselemente bekommen – die Leerrohre liegen schon dafür. Es kann in Angriff genommen werden, „wenn wieder Geld da ist“ (Hartmann.)

Teilansicht der restaurierten Mauer.
Foto: Pfalz-Express/Ahme

Am Ende der Mauer steht ein alter Holunderbaum, der wie andere besondere Bäume, erhalten bleiben soll. Ein Stück weiter befindet sich der Spielplatz. Einige Geräte sind momentan abgebaut. Auf das Areal oberhalb des Weihers wird ein barrierefreier Weg hinauf geführt. Eine öffentliche Toilettenanlage wird dort entstehen und der Spielplatz, erfahrungsgemäß stark frequentiert, wird neu mit Wasserspielelementen angelegt.

„Es wird keine Spielgeräte von der Stange geben“, so Hartmann. Der Spielplatz soll auf mehreren Ebenen geplant werden und bei Workshops sollen auch Kinder mit eingebunden werden.

Spielplatzareal
Foto: Pfalz-Express/Ahme

Geplant ist auch, die Aussichtskanzel mit einem neu angelegten Weg begehbar zu machen.

Hartmann und Klein wiesen bei dem kleinen Presserundgang auch auf die geplante Bushaltestelle an der Rheinstraße hin. Sie sei dann das Verbindungsstück zwischen Bahnhof und Südring, das noch gefehlt habe. 11 Busse pro Stunde sollen dann die Haltestelle passieren.

Blick auf die Rheinstraße, Höhe geplante Bushaltestelle.
Foto: Pfalz-Express/Ahme

Alle Maßnahmen sollen bis zum Stadtjubiläum 2023 fertig gestellt sein – so die Planung. Das Land habe noch keine Förderzusagen gemacht, so Hartmann auf Nachfrage. Die Ausschreibung der nun anstehenden Arbeiten erfolgt im Februar – ab April soll es dann losgehen, der Schlamm entfernt und der Weiherboden abgedichtet werden. (desa)

Fotogalerie Pfalz-Express

 

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