
Der Hausrotschwanz ist einer der „Stars“ im Gebäudebrüterkataster der Stadt Landau. Foto: JacekBen/pixabay
In Landau bittet die Stadt wieder um Mithilfe: Bürgerinnen und Bürger sollen Nistplätze von Vögeln und Quartiere von Fledermäusen melden.
Erfasst werden die Daten im sogenannten Gebäudebrüterkataster. Das Projekt wurde 2024 vom Umweltamt gemeinsam mit dem Stadtbauamt gestartet. Über das Geoportal können Beobachtungen einfach eingetragen werden. Die Angaben werden geprüft und anschließend veröffentlicht und dienen als Grundlage für den Artenschutz.
„Viele Menschen bemerken gar nicht, wie viele Tiere direkt an unseren Gebäuden leben“, sagt Umweltdezernent Lukas Hartmann. „Genau deshalb ist das Kataster so wertvoll: Es macht sichtbar, was sonst oft übersehen wird, und hilft uns, diese Arten besser zu schützen.“
Im vergangenen Jahr kamen 127 Meldungen zu insgesamt 267 Brutplätzen zusammen. Besonders häufig wurden Mehlschwalben gezählt, gefolgt von Haussperlingen und Hausrotschwänzen. Auch Mauersegler, Rauchschwalben und vereinzelt Turmfalken oder Stare wurden erfasst.
Ein Teil der Daten stammt von Ehrenamtlichen, unter anderem vom NABU Landau, die gezielt nach Nestern gesucht haben. Dabei zeigt sich, dass einige Arten bestimmte Stadtteile bevorzugen, während andere eher in der Innenstadt vorkommen.
Gleichzeitig gibt es noch Lücken. Arten wie Dohle, Schleiereule oder Weißstorch wurden zuletzt nicht gemeldet, obwohl sie in der Region vorkommen. Auch bei Fledermäusen und anderen gebäudebewohnenden Tieren fehlen vielfach Hinweise.
Wichtig ist der Stadt, dass auch bekannte Nistplätze erneut gemeldet werden. So lässt sich besser nachvollziehen, ob Standorte dauerhaft genutzt werden oder verschwinden. Weitere Informationen und das Kataster sind online im Geoportal der Stadt Landau abrufbar.

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