
Asiatische Hornisse (Vespa velutina).
Foto: ©UHH/CeNak/Dalsgaard / über Stadt Speyer
Speyer / Region – Die Asiatische Hornisse (Vespa velutina) macht sich weiter breit – auch in Rheinland-Pfalz. Besonders im Westen Deutschlands ist die invasive Art mittlerweile fest etabliert.
Die milden Temperaturen sorgen dafür, dass sie sich weiter ausbreiten kann. Beim Landesamt für Umwelt (LfU) wurden allein in diesem Jahr schon rund 730 Nester gemeldet – mehr als doppelt so viele wie 2023.
Die aus Südostasien stammende Hornisse ist vor allem für Honigbienen und andere Insekten ein Problem – sie jagt sie aktiv und kann so ganze Bienenvölker gefährden. In Teilen Südwesteuropas wurden sogar bereits Schäden im Obstbau festgestellt. Sie ist etwas kleiner als die heimische Europäische Hornisse. Die Königin wird etwa 30 bis 35 Millimeter lang, die Arbeiterinnen rund 20 bis 25 Millimeter.. Zum Vergleich: Die Europäische Hornisse kann bis zu 35 bis 40 Millimeter lang werden.
Um die weitere Ausbreitung der Art besser im Blick zu behalten, ruft die Stadt Speyer dazu auf, Nester der Asiatischen Hornisse über die Plattform „ArtenFinder“ zu melden. Die Standorte werden geprüft und an die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) weitergeleitet – die ist für invasive Arten zuständig und kann gegebenenfalls Maßnahmen zur Beseitigung veranlassen.

Foto: ©UHH/CeNak/Dalsgaard / über Stadt Speyer
Wichtig: Es gibt keinen gesetzlichen Anspruch auf eine Entfernung der Nester. Wer ein Nest auf dem eigenen Grundstück entdeckt und ein akutes Problem befürchtet, sollte eine Schädlingsbekämpfungsfirma beauftragen. Meldungen können auch direkt an die Stadtverwaltung Speyer geschickt werden – Ansprechpartner ist Volker Claus (E-Mail: volker.claus@stadt-speyer.de).
Die Behörden konzentrieren sich bei der Bekämpfung auf Neststandorte. Meldungen einzelner Tiere sind für die Dokumentation zwar nützlich, helfen aber nicht weiter, wenn es um konkrete Maßnahmen geht. Außerdem gilt: Bitte auf keinen Fall versuchen, ein Nest selbst zu entfernen. Die Tiere werden bei Störung aggressiv – besonders, wenn sich das Nest, wie häufig, in Baumkronen befindet. Die Entfernung gehört ausschließlich in die Hände von Fachleuten mit entsprechender Schutzausrüstung.
Zum Schluss noch ein Hinweis: Bitte genau hinschauen – denn nicht jede große Hornisse ist gleich die Asiatische. Die heimische Europäische Hornisse steht unter Schutz und darf nicht bekämpft werden. Wer sich unsicher ist, sollte im Zweifel lieber ein Foto machen und den Fund über den ArtenFinder melden. (cli)

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