
Das geht uns alle an: Bei der Neuaufstellung ihres Flächennutzungsplans setzt die Stadt Landau auch auf eine breite Bürgerbeteiligung.
Foto: ld
Landau. Das geht uns alle an: Der Flächennutzungsplan (FNP) der Stadt Landau in der Pfalz ist ein gesamtstädtisches, umfassendes Planwerk, das die Stadtentwicklung der kommenden Jahre und Jahrzehnte steuert.
Aktuell stellt die Stadtverwaltung einen neuen FNP auf und setzt dabei auch auf die Mithilfe der Bürger. Im Alten Kaufhaus fand jetzt die öffentliche Auftaktveranstaltung „Landau 2030: Neuaufstellung des Flächennutzungsplans“ statt.
„Der FNP ist ein wichtiger Baustein der Stadtentwicklung und stellt die Weichen für die Zukunft unserer Stadt und unserer Stadtdörfer“, betonte Oberbürgermeister Thomas Hirsch in seiner Begrüßung. „Die Thematik ist komplex, geht uns aber alle an: Der FNP steuert als Masterplan der Stadtentwicklung alle relevanten Bereiche wie Wohnen und Gewerbe, Mobilität und Verkehr, Natur und Landschaft, Klimaschutz, soziale Infrastruktur und Einzelhandel und liegt allen Entwicklungen in unserer Stadt zugrunde.“
Der alte FNP aus dem Jahr 1999 könne die Herausforderungen der Zukunft nur noch bedingt steuern, erläuterte der Stadtchef. „Damals war die Konversion wichtigste Aufgabe der Stadtentwicklung; heute ist es das Wachstum, das unserer Stadt prognostiziert wird. Der neue FNP muss diesem Sachverhalt Rechnung tragen.“
Teil der Auftaktveranstaltung waren zwei Vorträge: Iris Wiemann-Enkler, Leiterin des Stadtplanungsamts in Trier, stellte die Erfahrungen der Stadt Trier mit dem Planungsinstrument FNP vor; Roland Schneider, Leiter der Abteilung Stadtplanung und Stadtentwicklung der Stadt Landau, stellt die Planungen für Landau vor.
Beide waren sich einig, dass es zahlreiche städtebauliche Parallelen zwischen den beiden rheinland-pfälzischen Universitäts- und Landesgartenschaustädten gebe. So hätten Landau und Trier ihren wachsenden Bedarf an Wohnraum in der Vergangenheit dank der vorhandenen Konversionsflächen decken können; nun müssten neue Wege gefunden werden, um Wohnraum in den beiden Schwarmstädten zu schaffen.
Bürgermeister Dr. Maximilian Ingenthron bezeichnete die Neuaufstellung des FNP in seinen Schlussworten als große Chance für die Stadt Landau und die gesamte Region. „Die Menschen, die in Landau wohnen oder arbeiten, werden die Weichenstellungen, die im FNP festgehalten werden, spüren und auch davon profitieren“, zeigte sich Dr. Ingenthron überzeugt.
„Die Neuaufstellung speist sich aus vielen laufenden Diskussionen und berücksichtigt alle Konzepte, die aktuell unter dem Dach der integrierten Stadtentwicklung erarbeitet werden – darunter „Landau baut Zukunft“ als Maßnahmenkatalog, um Wohnraum in unserer Stadt zu schaffen, aber auch beispielsweise das Mobilitäts-, das Integrations- und das Sportstättenentwicklungskonzept.“
Der neue FNP soll voraussichtlich Ende 2019 vom Stadtrat beschlossen werden.
Am Samstag, 28. November, haben Bürger erneut die Möglichkeit, sich an der Neuaufstellung des FNP zu beteiligen.
Von 10 bis 13 Uhr findet im Alten Kaufhaus der Stadtentwicklungstag statt, der Interessierten die Möglichkeit bietet, sich an verschiedenen themenbezogenen Ständen über die Arbeit der Verwaltung zu informieren und mit den Mitarbeitern in Austausch zu treten.
„Gestalten Sie gemeinsam mit uns die Zukunft der Stadt Landau“, rufen OB Hirsch und Bürgermeister Dr. Ingenthron die Bürger zur Teilnahme auf. (ld)

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