
Ein gelungener Auftakt für ein vielversprechendes Bürgerbeteiligungsverfahren: Mehr als 150 interessierte Bürger waren zur Auftaktveranstaltung ins Alte Kaufhaus gekommen, um sich zu informieren und um ihre Anregungen, Wünsche und Vorschläge einzubringen.
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Landau. Erhalt möglichst vieler Parkplätze, Baumpflanzungen und Begrünung, wirksame Verkehrsberuhigung und mehr Sicherheit für Passanten, Flaniermeile mit Außengastronomie, Öffnung für Radverkehr in Gegenrichtung, Nutzung des alten Straßenpflasters als Gestaltungselement und Mobilitätskonzepte im Wandel der Zeit: Vielfältiger hätten die Beiträge zum Ausbau der Königstraße kaum sein können.
Mehr als 150 interessierte Bürger waren zur Auftaktveranstaltung des Beteiligungsverfahrens ins Alte Kaufhaus gekommen, um sich zu informieren und um ihre Anregungen, Wünsche und Vorschläge einzubringen.
Vorträge hielten Prof. Dr.-Ing. Jan Riel von der Hochschule Karlsruhe („Neugestaltung von Stadtstraßen – Ansätze und Auswirkungen“) und Dr.-Ing. Harald Heinz, Stadtplaner aus Aachen („Vom Verkehrsraum zum Stadtraum – Städtebauliche Hinweise für eine neue Königstraße“).
„Die Königstraße ist eine herausragend wichtige Stadtstraße, die viele Aufgaben erfüllt: Von der Süd-Nord-Verkehrsachse mit breiter gewerblicher Nutzung bis hin zum Lebens- und Erlebnisraum.
Wir wollen sie so weiterentwickeln, dass sie ihren Fuktionen im Zusammenspiel gerecht werden kann – und das in einer zeitgemäßen Gestaltung, die über Jahrzehnte ihre Wirkung entfalten kann. Um das zu erreichen, wollen wir die Bevölkerung von Anfang an in die Planungen mit einbeziehen und freuen uns sehr, dass so viele Bürger unserer Einladung gefolgt sind“, betonte Bürgermeister Dr. Ingenthron zu Beginn der Veranstaltung.
Nach dem Werkstattprozess für die Ostbahnstraße sei dies das zweite ganz große Planungs- und Beteiligungsverfahren für einen Straßenumbau in Landau. Es sei ein ergebnisoffnener Prozess ohne planerische oder konzeptionelle Vorgaben seitens der Stadt.
Zwei Stunden später fiel sein Fazit positiv aus: „So habe ich mir die Diskussion gewünscht: Es war ein spannender Abend, gefüllt mit Informationen und externen Impulsen von Seiten unserer Referenten und von zahlreichen konstruktiven Beiträgen, Ideen und Anregungen aus dem Teilnehmerkeis. Das ist ein Zeichen einer lebendigen Demokratie und für eine kreative Bürgerschaft“, so Ingenthron.
Die Veranstaltung sei ein erster Schritt auf dem Weg einer erfolgreichen Neugestaltung der Königstraße. Am Ende des Beteiligungsverfahrens trifft der Stadtrat die Entscheidung, welche Rahmenbedigungen für den anschließenden Planungswettbewerb gelten.
Dessen Ergebnisse wiederum sind die Grundlage für die Sanierung der Straße. „Ich bin sicher, dass wir durch die frühe und umfangreiche Beteiligung der Bürger eine Lösung finden werden, die viele Interessen bündelt und sich durch breit getragene Kompromisse auszeichnet.“
Im Anschluss an die Auftaktveranstaltung sind für die kommenden Wochen und Monate zunächst mehrere Workshops mit Themenschwerpunkten geplant. Baudezernent Dr. Ingenthron lädt alle interessierten Bürger herzlich ein, daran teilzunehmen und sich aktiv einzubringen.
1. Workshop
Termin: Mittwoch, 22. März 2017, 19 Uhr
Ort: Ratssaal
Thema: Nutzungsansprüche und Abschnittsbildung
2. Workshop
Termin: Mittwoch, 5. April 2017, 19 Uhr
Ort: Ratssaal
Thema: Parken und Grünflächen
3. Workshop
Termin: Mittwoch, 3. Mail 2017, 19 Uhr
Ort: Empfangssaal
Thema: Straßenquerschnitte
Ein optionaler Termin für einen weiteren Workshop ist der 18. Mai. Am 13. Mai präsentiert das Stadtbauamt im Zuge des „Tags der Städtebauförderung“ die vorläufigen Planungen außerdem in einer Ausstellung.
Jenseits der Workshops können Ideen, Anregungen und Wünsche zum Ausbau der Königstraße auch jederzeit dem Leiter der Abteilung Mobilität und Verkehrsinfrastruktur, Ralf Bernhard, per E-Mail an ralf.bernhard@landau.de mitgeteilt werden.

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