
Rund 70 Teilnehmer zählte der zweite Workshop des groß angelegten Bürgerbeteiligungsprozesses im Vorfeld des Ausbaus der Königstraße. In Gruppen bearbeiteten die interessierten Bürger die Themen „Parken“ und „Grünflächen“. Bürgermeister Dr. Maximilian Ingenthron verfolgte die Meinungsbildung mit Spannung.
Foto: ld
Landau. Das Interesse der Bürger am geplanten Ausbau der Königstraße ist ungebrochen. Der zweite Workshop im Rahmen des groß angelegten Bürgerbeteiligungsverfahrens zum Thema „Parken und Grünflächen“ zählte rund 70 Teilnehmer.
Er sei beeindruckt von der ungebrochen großen Resonanz, so Bürgermeister und Baudezernent Dr. Maximilian Ingenthron, der den Workshop im Ratssaal des Rathauses eröffnete. „Das ist Bürgerbeteiligung, wie wir sie uns wünschen“, fasste der Baudezernent zusammen.
„Wenn Politik, Verwaltung und Bürgerschaft in dieser Weise an einem Strang ziehen, kann Gutes entstehen. Das gilt auch und in besonderem Maße für die Königstraße, der eine so wichtige Bedeutung als Süd-Nord-Verbindung in unserer Stadt zukommt.“
Er sei zuversichtlich, dass es gelingen werde, das denkbar beste Ergebnis für die in den Jahren 2018 und 2019 anstehende Neugestaltung der Straße zu erzielen, so Dr. Ingenthron.
Heiß diskutiert wurde beim zweiten Workshop vor allem das Thema Parkplätze. Wie bereits beim ersten Workshop herausgearbeitet, gibt es für den Straßenraum Königstraße eine Vielzahl unterschiedlicher Nutzungsansprüche – darunter die von Geschäftsleuten, Anwohnern, Autofahrern, Radfahrern und Fußgängern.
Beim Workshop im voll besetzten Ratssaal wurde deutlich, dass besonders die Geschäftsleute Wert auf eine ausreichende Anzahl Parkplätze legen. Andere Nutzer wiederum wünschen sich eine stärkere Begrünung des Straßenzugs sowie „Ruheinseln“ mit hoher Aufenthaltsqualität, etwa durch Außenbestuhlung für die Gastronomie.
Der Leiter der Abteilung Mobilität und Verkehrsinfrastruktur beim städtischen Bauamt, Ralf Bernhard, machte in diesem Zusammenhang deutlich, dass die Ansprüche des Auto- und des Radverkehrs durchaus miteinander vereinbar seien. Eine moderne Straßen- und Verkehrsplanung berücksichtige alle Verkehrsarten, betonte Bernhard – so wie es auch das Integrierte Mobilitätskonzept tue, das die Stadt Landau aktuell erstelle.
Auch Bürgermeister Dr. Ingenthron plädierte dafür, bei der Neugestaltung der Königstraße alle Verkehrsmittel in den Blick zu nehmen.
Parkplätze für Autos seien wichtig, so der Baudezernent – ebenso müssten aber auch ausreichend Abstellmöglichkeiten für Fahrräder geschaffen werden. Dr. Ingenthron regte auch einen Blick über den Tellerrand an: Beim Thema Parkplätze gelte es nicht nur, die eigentliche Königstraße zu berücksichtigen; vielmehr müsste der gesamte angrenzende Bereich betrachtet werden.
Die Errichtung einer Parkpalette auf dem Weißquartierplatz würde den Parkdruck auch in der Königstraße mindern, so der Baudezernent. Eine solche Konstruktion könne beispielsweise so angelegt werden, dass die untere Etage zum Teil unter Straßenniveau liege. Damit seien raumsparend, vor allem in der Höhe, zwei Etagen zum Parken auf dem Weißquartierplatz nutzbar. Aufgabe der Verwaltung sei es, eine möglichst große Schnittmenge der unterschiedlichen Interessenslagen zu erreichen.
Das Thema Parkplätze wird beim nächsten Workshop erneut auf den Tisch kommen. Dieser findet am Mittwoch, 3. Mai, ab 19 Uhr im Empfangssaal des Rathauses statt. Das Thema lautet „Straßenquerschnitte“.
Als möglicher weiterer Termin für einen vierten Workshop ist Donnerstag, 18. Mai, vorgesehen. Am 13. Mai präsentiert das Stadtbauamt im Zuge des „Tags der Städtebauförderung“ den vorläufigen Diskussionsstand außerdem in einer Ausstellung. Jenseits der Workshops können Ideen, Anregungen und Wünsche zum Ausbau der Königstraße auch jederzeit Ralf Bernhard (ralf.bernhard@landau.de) mitgeteilt werden.
Im Anschluss an den groß angelegten Bürgerbeteiligungsprozess wird der Stadtrat die Rahmenbedingungen für die Neugestaltung der Königstraße verabschieden, bevor dann ein Planungswettbewerb erfolgt. Das Ergebnis dieses Wettbewerbs ist für die Stadt bindend und wird so auch realisiert. (ld)

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