
Trost spenden und Unterstützung bieten: Mitarbeiter des Hagenbacher Kriseninterventionsdienstes.
Foto: v. privat
Südpfalz/Hagenbach – Menschen werden zumeist völlig unvorbereitet durch plötzlich eintretende Not-und Unglücksfälle (Brände, Unfälle, Vermisstensuche, Explosionen, etc.) aus der Normalität ihres Lebens herausgerissen.
Wenn Eltern durch den plötzlichen Tod ihres Kindes wie gelähmt sind, die Polizei nach einem schweren Verkehrsunfall der Familie die Nachricht über den Tod des Vaters überbringen muss oder Menschen mit dem Freitod eines nahen Angehörigen oder Freundes zurechtkommen müssen, hilft der Kriseninterventionsdienst (KID) des Deutschen Roten Kreuzes.
Eine der Hauptaufgaben ist das Benachrichtigen von Angehörigen im Unglücks- oder Todesfall, womit die Helfer von der entsprechenden Polizeidienststelle betraut werden. Die menschliche und psychische Betreuung nach einer zerstörenden Nachricht dient dem Einstieg in den natürlichen Trauer- und Verarbeitungsprozess.
Hierfür wurde ein Ausbildungswochenende auf dem Taubensuhl vom Kriseninterventionsdienst Hagenbach geplant und veranstaltet.
Unterstützung im Bereich der Ausbildung und der Kameradschaftspflege bekamen die Teilnehmer durch Kollegen des KID SÜW unter Leitung des Diplompsychologen Matthias Heidt. Einige Module der breit gefächerten Ausbildung konnten erneut vertieft, ausgetauscht und reflektiert werden.
Im Einsatzgebiet der Krisenintervention Hagenbach werden ca. 40 Einsätze pro Jahr betreut. Es finden zwei Besprechungen pro Monat statt, in denen das Team die Einsätze analysiert. Dies dient auch zum Erfahrungsaustausch im Team und zur Problembewältigung nach schwierigen Situationen.
Fort-und Weiterbildungen werden in und mit verschiedenen Hilfsorganisationen durchgeführt, durch die alle Einsatzkräfte zu Fachpersonal ausgebildet werden.
Die Alarmierung eines Kriseninterventionsteams kann durch verschiedene Instanzen erfolgen: Leitstelle, Polizei, DRK oder Feuerwehr, sowie auch durch Privatpersonen. (sr/red)

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