Sonntag, 25. Februar 2024

Konrad-Adenauer-Realschule plus (KARS): MdL Peter Lerch informiert sich über eine Schule im Corona-Modus

Unterricht heute morgen startete mit Beantwortung vieler Fragen

27. April 2020 | Kategorie: Ausbildung & Beruf, Landau, Ratgeber, Regional

MdL Peter Lerch (l.) informierte sich in der KARS bei Schulleiter Manfred Schabowski und seinem Team.
Foto: Rolf H. Epple

Landau. Ab Montag, 27.04.2020, beginnt der Unterricht für die 12. Klassen der Konrad-Adenauer-Realschule plus (KARS) in Kleingruppen. Ab Montag, 4.05.2020, findet der Unterricht für die Klassenstufen 11, 10 und 9 in Kleingruppen statt. Für die anderen Schüler läuft der digitale Unterricht wie bisher weiter. Für die jüngeren Schüler besteht parallel eine Notbetreuung.

MdL Peter Lerch informierte sich über das Procedere in einem Vorgespräch mit Rektor Manfred Schabowski, den Konrektorinnen Eva Paul und Silvia Seebach, der didaktischen Koordinatorin Carolin Strus sowie FOS-Koordinator Holger Deckler.

Rektor Manfred Schabowski ist Sprecher der Landesvereinigung der Schulleiterinnen u. Schulleiter an Realschulen plus.

Die Sorgen der Schüler, der Eltern, der Lehrkräfte und der Mitarbeiter der Verwaltung werden an der KARS sehr ernst genommen, das wurde im Gespräch deutlich.

Am Montag kommen 30 Schüler der Fachoberschule. Sie werden in die beiden Klassen 12 a und 12 b aufgeteilt, so dass in jedem Raum 15 Personen sitzen werden. Sie bereiten sich auf die schriftlichen Fachhochschulreifeprüfungen vor, die Anfang Mai stattfinden werden. „Die Prüfungen werden wir so gut wie möglich gestalten“, so Schabowski. Unser Grundprinzip: Wir werden das schwierige Schuljahr zu einem möglichst guten Ende führen“.

Grundlage für die Leistungsmessung und die Erstellung der Zeugnisse wird der „langfristige Leistungsstand vor der Schulschließung, eigene positive Leistungen während des „online-Unterrichts“ und die Einschätzung der Lehrkräfte“, so Schabowski auf eine diesbezügliche Lerch-Anfrage.

Manfred Schabowski (links) und Peter Lerch.
Foto: Rolf H. Epple

Elternbeirat, Personalrat und Schulleitung ziehen gemeinsam an einem Strang. Gemeinsam hat man auf der Grundlage der Vorlage des Ministeriums auch eine Checkliste entwickelt und unterschrieben. Sobald die Schüler auf dem Schulgelände eingetroffen sind, heißt es Folgendes beachten: Hände waschen, Desinfektionsspender auf den Fluren verwenden, entsprechend vorbereitete Sanitärräume benutzen, im Klassenraum auf 1,50 Meter Abstand sitzen. Kioskverkauf und Verpflegung wird es nicht geben. „Wir besprechen die Checkliste mit den Schülern und hoffen, dass alle ihren gesunden Menschenverstand einsetzen“, so das KARS-Team.

Die Schüler kommen jetzt zwei Wochen, dann gehen sie in die schriftliche Prüfung am 18. Mai. Anfang Mitte Juni folgt die mündliche Prüfung.

Ab 4. Mai kommen die 9., 10. und 11. Klassen. Das sind 150 Schüler. Insgesamt sind es 800 Schüler.

„Und wie sieht die weitere Sicherheitsausstattung aus?“, fragt Lerch.

„Wir haben natürlich auch Masken für die Lehrkräfte. Sie wurden von Kolleginnen genäht. Außerdem gibt es Einweghandschuhe für den Tafelschwamm.

Das Desinfektionsmittel wird vom Schulträger zur Verfügung gestellt. Die Schüler werden ihre eigenen Masken haben für den Weg in die Schule. Ihnen werden dann weitere Masken durch das Land Rheinland-Pfalz zur Verfügung gestellt.

Abstandsregelung im KARS.
Foto: Rolf H. Epple

90 Prozent der Lehrkräfte können ihre Dienstgeschäfte durchführen. Die anderen Kollegen, die selbst zur Risikogruppe gehören, bereiten den Unterricht vor und angehende Lehrkräfte im Studium der Universität Landau führen ihn durch.“

Lerch: „Und wie funktioniert der digitale Unterricht?“

Schabowski: „Ein Aspekt von Corona ist: Wir haben in der Digitalisierung einen „großen Schritt nach vorne“ gemacht“.
Arbeitsaufträge wurden an die Schüler geschickt, die sie bearbeiteten und wieder zurück mailten.

Die Lehrkräfte mussten parallel quasi in drei Richtungen arbeiten, nämlich nach Stundenplan mit den Schülern vor Ort, mit den zuhausegebliebenen Kindern im „online-Unterricht“ und den sogenannten systemrelevanten Kindern in der Notbetreuung. Mit allen Klassenelternsprechern und Klassensprechern habe man im ständigen Kontakt gestanden, berichtet der Schulleiter.

„Die Schule hat sich gekümmert“- das habe man vermitteln wollen.

Fazit von Peter Lerch: „Ich habe den Eindruck gewonnen, dass die Schule in den nun 6 Wochen der Schließung die Zeit genutzt hat um über E-Learning, so weit wie möglich Lernstoffvermittlung zu betreiben. In der Zeit haben Eltern, Schüler, Lehrer und Schulleitung gut und vertrauensvoll zusammengearbeitet. Dies kann aber den regulären Unterricht nicht ersetzen.

Deshalb ist es jetzt gut, dass man am Montag mit 30 Schülern beginnt, welche vor dem Abschluss stehen und ab 5. Mai dann mit 150 Schülern. Dieser gestufte Einstieg bietet die Möglichkeit, sich sukzessive auf die neue Situation einzustellen.

Die nötigen Vorbereitungen – Desinfektionsmittel, Mundschutz, Wegbegrenzungen usw. – scheinen umgesetzt. An solchen außergewöhnlichen Herausforderungen zeigt sich eine gute Schulgemeinschaft und eine funktionierende Schulleitung.

Mit den Erfahrungen dieser zwei Öffnungsschritte kann dann entschieden werden, ob und wann weitere Schüler beschult werden können.“

Nachtrag 27. April 14 Uhr:

Heute Morgen begann für die Hälfte der Schüler der 12. Klassen der Unterricht mit wichtigen Informationen zur Fachhochschulreifeprüfung. „Es gab viel Kommunikation“, so Schulleiter Schabowski auf Pfalz-Express-Nachfrage. Persönliche Fragen der Schüler, Fragen zu den schriftlichen Prüfungen sowie Anfragen von Eltern seien umfassend beantwortet worden. Zusammenfassend formulierte eine Lehrerin folgenden Satz: „Der gemeinsame Einstieg war wichtig, weil ich den  Schülern in dieser besonderen Zeit Sicherheit für die bevorstehenden Prüfungen vermitteln konnte.“ (desa)

Quelle: KARS Landau

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