
Foto: dts Nachrichtenagentur
Bogota/Berlin – Nach dem schweren Erdbeben in Kolumbien wird Deutschland Unterstützung bei der Versorgung der betroffenen Menschen leisten.
„Deutschland steht in dieser Naturkatastrophe an der Seite der betroffenen Bevölkerung“, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amts am Mittwoch auf Anfrage der dts Nachrichtenagentur.
Im Mittelpunkt der deutschen Hilfe soll demnach zunächst die Grundversorgung der Menschen stehen. Nach Angaben des Auswärtigen Amts haben die kolumbianischen Behörden um Unterstützung gebeten, insbesondere weil zahlreiche Menschen ihre Häuser verloren hätten und dadurch Engpässe bei Trinkwasser und Nahrungsmitteln drohten.
Deutschland bereitet deshalb Hilfsgüter für die Versorgung der betroffenen Familien vor. Nun soll gemeinsam mit anderen europäischen Ländern geklärt werden, wie diese möglichst schnell nach Kolumbien transportiert werden können. Auch eine Unterstützung des kolumbianischen Roten Kreuzes komme infrage. Die Organisation könnte bei Bedarf zusätzliche finanzielle Mittel erhalten.
Bei der Suche nach Überlebenden setzt Kolumbien derzeit hingegen auf eigene Kräfte. Die Regierung habe mitgeteilt, dass sie für die akute Suche und Rettung zunächst keine ausländische Unterstützung benötige. Sollte sich die Lage ändern, stehe Deutschland jedoch bereit, weitere gemeinsame Hilfsmaßnahmen zu prüfen, sagte der Sprecher des Auswärtigen Amtes.
Das Erdbeben in Kolumbien am Montagmorgen hatte eine Stärke von 7,4, das Epizentrum lag rund 60 Kilometer westlich der Großstadt Pereira. Über 250 Menschen kamen dabei nach letzten Angaben ums Leben, mehrere Tausend sollen verletzt worden sein.

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