
Landtagsabgeordneter Markus Wolf Markus Wolf, Dr. Alexandra Fink (Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz), Bürgermeisterin Natalie Bauerschmitt, Nadine Neft (Generaldirektion Kulturelles Erbe Rheinland-Pfalz), Yasmin Ullrich (Leiterin des Sachgebiets Hochbau) (v.l.n.r.)
Foto: Stadt Bad Dürkheim
Bad Dürkheim. Heute fand an der Klosterruine Limburg eine Feierstunde anlässlich der Förderung der Sanierungsarbeiten am nördlichen Querhaus statt.
Mit der Unterstützung von Bund und Land startet die Stadt Bad Dürkheim offiziell den ersten Bauabschnitt, der die Westwand außen und innen, die Ostwand innen bis zum Bogen der Apsis sowie die Innenfläche der Apsis und einen Teil der Außenwand umfasst. Von Januar bis November 2026 werden hier vor allem die historischen Putze konserviert und gesichert.
Die Arbeiten erfolgen in enger Abstimmung mit der Generaldirektion Kulturelles Erbe, der Unteren Denkmalschutz- und Naturschutzbehörde des Kreises Bad Dürkheim sowie der Stadtverwaltung Bad Dürkheim.
Die Planung und Bauleitung übernimmt das Ingenieurbüro Kayser +Böttges, die restauratorische Begleitung liegt in den Händen von Dipl.- Restauratorin Karen Keller. Für die konservatorischen Maßnahmen an den Steinen ist die Firma Leonhard Hanbuch & Söhne GmbH zuständig, während die Putzkonservierung von Wibbeke Denkmalpflege
durchgeführt wird.
Die Maßnahmen folgen den Empfehlungen von Herrn Schmid von AeDis, der die Putze und Malschichten im Chorraum bereits 2022 begutachtet und 2023 Musterflächen zur Konservierung angelegt hat.
Die Dipl. Restauratorin Karen Keller hat in 2025 weitere Musterflächen angelegt. Neben der Putzkonservierung werden auch statische Arbeiten umgesetzt, darunter die horizontale Vernadelung der Westwand unter dem mittleren Fenster, das kraftschlüssige Injizieren von Rissen an der Außenwand der Apsis, die Sicherung von Gesimssteinen, die Wiederherstellung des Gurtbogens der Apsis zu einem monolithischen Baukörper sowie die Ergänzung der Notsicherungen an den Pfeilern zwischen den Fenstern.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf dem Artenschutz: Die Klosterruine bietet Fledermäusen, Vögeln und Mauereidechsen geschützten Lebensraum. Die Sanierung erfolgt in enger Abstimmung mit dem Arbeitskreis Fledermaus sowie der unteren Naturschutzbehörde.
Die Gesamtkosten für den ersten Bauabschnitt betragen rund 997.700 Euro, davon werden 827.550 Euro durch Bund und Land gefördert, der städtische Eigenanteil liegt bei 170.150 Euro. Für den zweiten Bauabschnitt im nördlichen Querhaus hat die Stadt bereits weitere Fördermittel beantragt.
Das Gerüst an der Ruine ist bereits aufgestellt, sodass die notwendigen Abstimmungen mit den Behörden und Firmen unmittelbar erfolgen können und die Arbeiten im April beginnen können. Wichtiger Hinweis für Besucher, Gäste und Veranstalter: Der Gastronomie- und Eventbetrieb „KONRAD2“ läuft uneingeschränkt weiter und ist von den Sanierungsmaßnahmen nicht betroffen.
Alle geplanten Veranstaltungen und Buchungen finden wie gewohnt statt, das Baugerüst beeinträchtigt den Betrieb nicht. Der Zugang zur Gaststätte und den Biergarten erfolgt über die Zufahrt der Gaststätte und nicht durch das Kirchenschiff.
Bürgermeisterin Natalie Bauernschmitt betonte bei der Feierstunde: „Die Limburg ist ein bedeutendes Wahrzeichen unserer Stadt. Mit der Sanierung und der Unterstützung von Bund und Land sichern wir dieses historische Erbe für kommende Generationen.“
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