Dienstag, 18. Juni 2019

Kleine Bühne Landau: 40. Bühnenjubiläum mit „Robin Hood“

8. April 2019 | noch keine Kommentare | Kategorie: Kultur, Landau, Regional

Die Kleine Bühne spielt in zeitgenössischer Kulisse eine gelungene Umsetzung zu Robin Hood.
Fotos: Pfalz-Express/Ahme

Landau. Am 5. April feierte die Kleine Bühne Landau Premiere mit ihrer Jubiläumsinszenierung „Robin Hood – die Legende von der Menschlichkeit“.

Die Kleine Bühne ist in Landau ein Aushängeschild für das Theater-und Kulturschaffen. So waren von der Landauer Stadtspitze OB Thomas Hirsch, Bürgermeister Ingenthron und Alt-OB Hans-Dieter Schlimmer unter den Premiergästen um dies zu unterstreichen.

OB Hirsch überreichte einen symbolischen Scheck für die Theaterarbeit der ehrenamtlich engagierten Theatermacher über 1000 Euro. Auch die Autorin des Stücks, Monika Wieder, ließ es sich nicht nehmen, bei der Premiere dabei zu sein.

Regie führte wieder Maren Dern, die auch in einer Doppelrolle glänzte (Interview am Ende des Artikels). Überhaupt gab es einige doppelt besetzte Rollen (24 Rollen für 17 Schauspieler) dieses Mal, was nicht zuletzt auch den beengten Raumverhältnissen geschuldet war.

Aus diesen hat die Kleine Bühne das Beste heraus geholt. Zwei Bühnenorte, nämlich das Haus des Sheriffs von Nottingham und der Sherwood Forest gab es im Stück. Die Mitwirkenden hatten im wahrsten Sinne des Wortes alle Hände voll zu tun um die Kulissen rechtzeitig zu den einzelnen Szenen umzusetzen.

Einen minutiös umgesetzten Plan kann es da erfahrungsgemäß nicht geben. Die Schauspieler müssen ein Gespür für den zeitlichen Ablauf entwickeln. Und das klappte vorzüglich auch am Samstag, dem nächsten Aufführungsabend.

„Ich bin jedes Jahr bei den Aufführungen der Kleinen Bühne“, sagte eine Besucherin, die selbst jahrelang auf einer Laien-Bühne gestanden hat. „Das ist ein Genuss, die Schauspieler agieren zu sehen“.

Ausgefeilte Koordination und höchste Disziplin auf und hinter der Bühne sind erforderlich. Konzentriert, spielfreudig und mit einem Höchstmaß an Herzblut setzten „Adel und Räuber“ die Regieanweisungen um.

Schließlich wurde dafür fünf Monate geprobt. Die Kleine Bühne bleibt ihrer Linie treu und integriert in diesem Jahr sechs Neulinge auf der Bühne. Die Inszenierung von Maren Dern bietet alles, was der Zuschauer von dem Abenteuer um die Legende von Robin Hood erwartet: Kämpfe, Romanzen, Witz und Spannung pur.

Prinz Robin (rechts) und Achmed, der Neues von König Richard berichten kann.
Foto: Pfalz-Express/Ahme

Zum Inhalt:

Der von den Kreuzzügen heimgekehrte Robin von Locksley sieht sich dem willkürlich herrschenden Prinz John gegenüber. Eine Tat der Gerechtigkeit macht ihn schnell zum Geächteten. Er findet Verbündete in den Merry Men, Outlaws im Sherwood Forrest.

Die gesellige Räuberbande bestiehlt die Reichen und verteilte die Beute unter den Armen. Gerüchte um den Verbleib von König Löwenherz, der Besuch von Maid Marian, der Sheriff von Nottingham mit seinen außergewöhnlichen Schergen, dessen intrigante Frau Winnifred sowie aufbegehrende Dorf- und Waldbewohner bringen reichlich Bewegung in den für viele trostlosen Alltag.

Eine 800 Jahre alte Geschichte, die spannende, humorvolle Unterhaltung bietet und doch im Thema ungebrochen aktuell erscheint.

Die Schauspieler freuten sich über den lang anhaltenden Applaus.
Foto: Pfalz-Express/Ahme

Pfalz-Express-Interview mit Regisseurin und Schauspielerin Maren Dern:

PEX: Wie oft haben Sie denn schon hier Regie geführt?

Zum dritten Mal , einmal in Co-Regie und zwei Mal alleine.

PEX: Was war die Schwierigkeit in diesem Stück?

Es ist eigentlich eine Freilichtfassung. Das musste so umgeschrieben werden, dass es auf eine kleine Bühne passt. Das Problem waren auch die Menge der Rollen und schnell wechselnde Bühnenbilder.

Bei einer Freilichtbühne spielt man nebeneinander und das können wir hier nicht. Es gibt einfach zu wenig Platz.
Die Bühnenbauer sind der Hammer.. die zaubern. Hinter der Bühne ist es sehr eng, aber auch irgendwie schön.

PEX: Sie sind ja für Jemanden eingesprungen, hat man denn den Text so schnell parat?

Ja, das ging gut. Weil man das immer wieder liest, sich lange mit dem Stück beschäftigt und es einem oft vorgespielt wird. Den Text hatte ich ziemlich schnell drauf.

Das eigentlich Schwierige waren die Umbauten und die Koordination hinter der Bühne.
Und ich muss mich ja ständig umschminken, Perücken und Kostüme wechseln. Da muss man sich gegenseitig helfen – wir haben immer Umziehpartner, die bereit stehen.

PEX: Was wird denn nächstes Jahr gespielt?

Das wissen wir noch nicht. Da wird noch fleißig ein Stück gesucht. Das entscheidet sich in den nächsten zwei, drei Monaten schon.
Dann müssen wir planen, Spieler auswählen und so weiter.
Spätestens bis September muss das klar sein ,damit es im Oktober losgehen kann.

PEX: Werden Sie wieder Regie führen?

Nein, Vielleicht werde ich aber mitspielen. Ich studiere in Karlsruhe Wissenschaftskommunikation und bin am Ende des Studiums. Da weiß ich noch nicht, wie es beruflich weiter gehen wird.

Weitere Termine:

Freitag, 12. April
Samstag, 13. April
Ostermontag, 22. April
Freitag, 26. April
Samstag, 27. April
Freitag, 3. Mai
Samstag, 4. Mai
Samstag, 11. Mai

Infos und Karten:
Aufführungen jeweils um 20 Uhr, Einlass und Abendkasse ab 19.15 Uhr
Karten unter www.kleinebuehnelandau.de
oder bei der Rheinpfalz und allen bekannten Reservix-Vorverkaufsstellen
Der Reinerlös ist für den Verein Indienhilfe Franklin e.V.
Erwachsene 14,-/12,-/10,- €
ermäßigt 13,-/11,-/9,- €
www.kleinebuehnelandau.de 

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