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In Politik und Verbänden wird kritisiert, dass Schulen überwiegend geschlossen bleiben, obwohl die Inzidenzwerte sinken.
„Es kann nicht sein, dass Supermärkte brechend voll sind, aber Kinder im Dauer-Lockdown hängen“, sagte der Chef des Kinder- und Jugendärzteverbands, Thomas Fischbach, der „Bild“. Er fordert: „Deswegen müssen jetzt alle ran: Zum Beispiel pensionierte Lehrer, da ist Bereitschaft da, natürlich auf freiwilliger Basis. Wir brauchen zusätzliche Reisebusse für den Schulbusverkehr. Wir brauchen schnellere Impfungen für Lehrer. Sportunterricht draußen muss möglich sein. Und auch mal eine Unterrichtsstunde draußen.“
Der CDU-Familienpolitiker Marcus Weinberg empfiehlt, Kinder notfalls jeden Tag testen lassen, damit „Schulen jetzt wieder vollständig hygienegesichert geöffnet werden“. „Die Kinderseelen leiden mit jedem Tag immer stärker unter den geschlossenen Schulen. Die langen Schulschließungen müssen jetzt beendet werden, noch bevor die Sommerferien kommen, damit das Bildungs- und Leistungsniveau nicht noch weiter sinkt und die emotionalen und sozialen Folgen nicht noch schlimmer werden.“
Lehrerverbandschef Heinz-Peter Meidinger kritisiert die angekündigten Fördermaßnahmen der Bundesregierung für Schulen. „Das Programm der Bundesregierung von 1 Milliarde für die reine Lernförderung reicht hinten und vorne nicht aus. Das sind ja gerade mal 100 Euro pro Schüler“, sagte Meidinger. Damit könne man keine verlässliche, dauerhafte Nachhilfe über ein oder zwei Schuljahre finanzieren. Er sieht jetzt die Bundesländer in der Pflicht: der Betrag müsse „mindestens verdoppelt, wenn nicht verdreifacht werden“.
Um Kinder mit mehr Nachholbedarf besser zu unterstützen fordert die Grünen-Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt ein flexibles Sonderbudget für Schulen. „Für viele Kinder war die Zeit zu Hause oft einsam und öde. Da braucht es ein behutsames Ankommen in der Schule.“ (dts Nachrichtenagentur)

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