Kinderschutzbund-Präsident: Kinderrechte ins Grundgesetz aufnehmen

24. Dezember 2018 | noch keine Kommentare | Kategorie: Allgemein, Politik

Symbolbild: dts Nachrichtenagentur

Berlin – Der Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes, Heinz Hilgers, dringt auf die Aufnahme von Kinderrechten ins Grundgesetz.

Bei Entscheidungen in Politik, Verwaltung und Justiz werde das Kindeswohl nicht ausreichend berücksichtigt, sagte Hilgers den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Stünden Kinderrechte im Grundgesetz, „müssten Kinder bei sie betreffenden Angelegenheiten beteiligt, auch nach ihrem Willen gefragt werden“, so Hilgers.

Als Beispiele nannte der Kinderschutzbund-Präsident den Bau eines Spielplatzes oder die Frage, wo Kinder leben wollen, wenn es immer wieder Schwierigkeiten zu Hause gebe.

„Ob nun bei der Familie, bei der Pflegefamilie oder im Heim“, so Hilgers weiter. Hätte es dieses Kinderrecht gegeben, wäre der Staufener Fall, bei dem eine Mutter und ihr Freund den neunjährigen Sohn anderen Männern für Vergewaltigungen zur Verfügung gestellt haben, vielleicht zu verhindern gewesen.

„Der Junge sollte ja schon einmal in Ob hut genommen werden. Hätte man ihn gefragt, ob er in seiner Familie bleiben will, hätte er sicher nein gesagt, oder man wäre drauf gekommen, was er in seiner Familie erleiden musste“, so Hilgers.

Kinder bräuchten das Recht, sich äußern zu dürfen. „So sieht es die UN-Kinderrechtskonvention von 1992 vor, so steht es im aktuellen Koalitionsvertrag. Das muss jetzt auch umgesetzt werden“, forderte der Kinderschutzbund-Präsident. (dts Nachrichtenagentur) 

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