Montag, 02. August 2021

Kaum Statistiken zu rechtsextremen Vorfällen bei der Polizei

23. Dezember 2018 | Kategorie: Nachrichten

Foto: (Archiv): dts Nachrichtenagentur

Berlin  – Mehrere Innenministerien der 16 Bundesländer führen keine Statistiken oder Auswertungen über den Umfang rechtsextremistischer Vorfälle bei der eigenen Polizei.

Das hat eine Anfrage der Zeitungen der Funke-Mediengruppe an alle Landesbehörden sowie die Bundespolizei ergeben. Demnach konnten die Innenministerien in Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Hessen und Sachsen-Anhalt zu Verstößen etwa wegen Volksverhetzung oder des Zeigens von verfassungsfeindlichen Symbolen durch Polizisten keine Angaben machen.

Häufig liegt dies nach Angaben der Behörden daran, dass politisch motivierte Straftaten von Polizisten nicht statistisch erfasst würden oder diese Vorfälle erst „händisch“ und mit „erheblichem Zeitaufwand“ ausgewertet werden müssten.

Die Antworten der anderen Bundesländer auf Nachfrage der Funke-Zeitungen zeigen, dass die Polizei in Deutschland eher Einzelfälle mit Bezug zu rechtsextremistischen Straftaten durch Polizeibeamte registriert. In Berlin gab es demnach 15 Verdachtsfälle zu rechtsextremen Äußerungen oder dem Zeigen von verbotenen Symbolen in den vergangenen drei Jahren. Die meisten Verfahren wurden eingestellt.

In Hamburg waren es seit 2015 ein Strafverfahren und ein Verdachtsfall, der sich jedoch nicht erhärtet habe. In Bayern gab es insgesamt sechs Verfahren seit 2015 wegen Volksverhetzung oder des Zeigens verfassungsfeindlicher Symbole.

In Baden-Württemberg waren es sechs Fälle im Jahr 2018. Nur in seltenen Fällen kommt es zu Strafen. Die Bundespolizei führt seit 2012 insgesamt 17 Vorfälle mit rechtsextremem Motiv, drei Beamte wurden demnach entlassen. (dts Nachrichtenagentur)

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2 Kommentare auf "Kaum Statistiken zu rechtsextremen Vorfällen bei der Polizei"

  1. Danny G. sagt:

    Dieser braune, rassistische Mob bei der Polizei muss dringend ausgeräuchert werden !
    Es kann ja wohl nicht angehen, dass unsere gesamte Polizei rechtsextremistisch durchsetzt ist. Hier ist die Wurzel des Übels in Deutschland manifestiert ! Wie geht es weiter ? Wenn hier nicht riguros durchgegriffen wird, werden sich übelste Zustände wie seinerzeit bei der Bundeswehr einstellen. Zum Glück hat dort Ursula vdL. knallhart durchgegriffen und diese hetzerischen Bilder von Helmut Schmidt entfernen lassen !
    Wenn ich mir vorstelle, welche Zustände herrschen könnten, wenn hier nicht die Notbremse gezogen wird ! Gesinnungstests für Polizisten, um vor der Einstellung sicherzustellen, dass diese nicht ihre Kinder erst mit 3 Jahren in die Kita geben wollen oder versuchen Inklusionsschulen zu meiden !

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