
Foto: dts Nachrichtenagentur
Berlin – Versicherten in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) drohen ab nächstem Jahr offenbar noch längere Wartezeiten für Arzttermine.
„Die Versicherten müssen sich neben höheren Kassen-Beiträgen auch auf weniger Leistung in Form von längeren Wartezeiten für Arzttermine einstellen“, sagte der Vorstandsvorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, der „Bild“. Das sei zwangsläufig die Folge, wenn bei steigenden Kosten durch Inflation und höheren Löhne in den Praxen den Ärzten das Honorar gekürzt würde, sagte Gassen.
Die Vorstandsvorsitzende des GKV-Spitzenverbands, Doris Pfeiffer, wies die Drohung scharf zurück und sagte der „Bild“, es sei „unglaublich, dass die Ärzteschaft in der politischen Auseinandersetzung um die Höhe ihrer Honorare damit droht, das Behandlungsangebot für kranke Menschen einzuschränken“. Pfeiffer hob hervor, die Zusatzvergütung der Ärzte habe zu keiner feststellbaren Verbesserung der Versorgung geführt.
„Deshalb wäre es richtig, diese Zuschläge nun zu streichen.“ Hintergrund für den Streit ist der Plan von Bundesgesundheitsminister Karl Lauterach (SPD), die Neupatientenregelung im Terminservice- und Versorgungsgesetz (TSVG) zu streichen, um Geld für die Finanzierung der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) zu sparen. (dts Nachrichtenagentur)

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