Sonntag, 16. Mai 2021

Kassenärzte-Chef: Es gibt keine Zwei-Klassen-Medizin

2. Februar 2018 | Kategorie: Politik
Symbolbild: dts Nachrichtenagentur

Symbolbild: dts Nachrichtenagentur

Berlin  – Kassenärzte-Chef Andreas Gassen sieht keine Benachteiligung von gesetzlich Krankenversicherten in Deutschland.

„Medizinisch betrachtet kann von Zwei-Klassen-Medizin keine Rede sein. Das Ganze ist eine Phantomdiskussion“, sagte Gassen dem „Redaktionsnetzwerk Deutschland“.

„Gesetzlich Versicherte werden genauso gut behandelt wie Privatpatienten.“ Der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung sagte, in Untersuchungen habe man festgestellt, dass es in einigen Facharztgruppen bei der Terminvergabe keine Unterschiede mehr gebe, in den übrigen nur noch geringe.

„Unsere Patientenbefragungen zeigen keine Anzeichen für eine systematische Benachteiligung von GKV-Versicherten“, so Gassen weiter. „Der Großteil der Patienten erhält innerhalb von 14 Tagen seinen Termin beim Facharzt. Bei den Hausärzten gibt es dieses Problem ohnehin nicht, weil man dort meistens ohne Termin hingehen kann.“

Gassen kritisierte Überlegungen in den Koalitionsverhandlungen von Union und SPD für eine höhere Vergütung von Medizinern abseits der großen Ballungsräume. „Landärzte gehören schon heute zu den Spitzenverdienern“, sagte der KBV-Vorstandsvorsitzende.

„Dass Ärzte auf dem Land fehlen, hat wenig mit der Honorierung zu tun. Es hängt mit weichen Faktoren zusammen, mit der geringeren Lebensqualität des ländlichen Raums.“ Für viele Ärzte sei es einfach nicht attraktiv, „in Gegenden zu ziehen, in denen die öffentliche Daseinsvorsorge auf dem Rückzug ist, es kaum Einkaufsmöglichkeiten oder kulturelle Angebote gibt“. (dts Nachrichtenagentur)

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2 Kommentare auf "Kassenärzte-Chef: Es gibt keine Zwei-Klassen-Medizin"

  1. sagichnicht sagt:

    Sehr geeherter Gassen, schauen Sie mal den Bericht in der Verlinkung an und sagen mir dann das sie lügen. „Phantome“ sehen Sie aber der Rest der Bevölkerung sieht sie nicht.

    Links laut AGB nicht gestattet (die Redaktion)

  2. Privatversicherter sagt:

    Natürlich gibt es eine Zweiklassenmedizin. Ich bin privatversichert, der Rest meiner Familie ist gesetzlich versichert. Wenn jemand beurteilen kann, dass zumindest eine unterschiedliche Handhabe von privatversicherten und gesetzlich versicherten Realität ist, dann solche Menschen meiner Couleur.
    Ich habe nie Probleme mit einem schnellen Termin, wenn es um eine Facharzttermin geht, der Rest meiner Familie schon. Der Kranke muss als gesetzlich Versicherter 20-30-40 km weiter fahren als bisher, wenn man einen schnelleren Termin haben will. Das wollten die Verantwortlichen gesundheitspolitischen Entscheider so. Festzustellen ist, dass an allen Enden geschnibbelt und eingespart werden muss, weil viel zu viele Unversicherte seit fast 3 Jahren in unsere Sozialen Systeme eindringen. hmmm ?

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