Das Bienensterben nimmt Jahr für Jahr zu und auch in Rheinland-Pfalz existieren immer weniger Blumenwiesen, die lebenswichtig für Wildbienen sind.
Zum 200-jährigen Rheinhessen-Jubiläum hat der BUND ein Projekt gestartet, durch das neue Flächen angelegt werden sollen, um die Region für Bienen wieder attraktiver zu machen. Dafür werden ehrenamtliche Helfer gesucht, die bereit sind, sich zu engagieren und die Initiative bekannt zu machen.
Den Bienen fehlt es an Lebensraum
Das Projekt ist auf drei Jahre angelegt und zielt darauf ab, mehr Blumenwiesen in Rheinhessen anzulegen. Durch die Bebauung von Land und den erhöhten Einsatz von Pestiziden in der Landwirtschaft werden der Lebensraum und die Nahrungsgrundlage der Wildbienen zerstört.
Laut deutschland-summt.de ist mehr als die Hälfte der über 500 Arten vom Aussterben bedroht. Bienen sind äußerst wichtig für die Bestäubung von Wild- und Nutzpflanzen, vor allem in der landwirtschaftlichen Produktion. Das Bienensterben wirkt sich also auch negativ auf die Ernte von Mais und Co. aus.
Es liegt daher sowohl im Interesse der Landwirte als auch der Konsumenten, die Bienen zu schützen und ihnen genügend Lebensraum zur Verfügung zu stellen.
Jeder Einzelne kann helfen
Bereits kleine Anstrengungen und Veränderungen helfen den Bienen. In Kindergärten und Schulen können zum Beispiel Gemeinschaftsgärten angelegt werden, die gleichzeitig einen Bildungszweck erfüllen. Auch Gemeinden oder Vereine aus Rheinland-Pfalz können aktiv werden und sich für Blütenvielfalt in ihrer Stadt einsetzen.
Dies gilt ebenso für den eigenen Garten oder das Zuhause. Mit Nisthilfen oder sogenannten Bienenhotels kann man den Bienen helfen und Lebensraum für sie schaffen. Außerdem sollten heimische Pflanzen im Garten oder auf dem Balkon angepflanzt werden. Wer keine Möglichkeit dazu hat, kann auch an Freunde oder Verwandte Blumen verschicken, die diese dann stellvertretend auf ihrem Balkon oder ihrer Terrasse aufstellen. Wichtig ist nur, dass es sich dabei um heimische Pflanzen wie Sommerblumen oder Stauden handelt.
Interessierte können bis Ende 2017 an Fortbildungen, Exkursionen und Austauschtreffen des BUND teilnehmen und sich über die verschiedenen Möglichkeiten informieren, die Termine sind unter www.blumenwiesen-rlp.de zu finden.
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