
Werden ab sofort die Notfallmappe bei ihren Beratungsgesprächen verteilen (v.l.): Georg Wagenblast, Ludmilla Eichwald und Rüdiger Dietl von der Betreuungsbehörde des Landkreises Bad Dürkheim.
Foto: red
Kreis Bad Dürkheim. Es kann jeden treffen: Ein Unfall, eine schwere Krankheit und wichtige Entscheidungen können nicht mehr selbstständig getroffen werden. Man ist auf Hilfe angewiesen – meistens aus dem Kreis der engsten Angehörigen und Bekannten.
Diese sind oft doppelt belastet und stehen neben dem Schicksalsschlag vor enormen organisatorischen Aufgaben. Innerhalb kürzester Zeit müssen sie sich einen Überblick über Versicherungsunterlagen, medizinische Dokumente oder Bankunterlagen verschaffen, Informationen zeitaufwendig und mühsam zusammensuchen.
In vielen Fällen wissen sie nicht, wo sie suchen sollen. Umso wichtiger ist es, solche Informationen fest zu halten und mit seinen Angehörigen darüber zu sprechen. Die Notfallmappe der Kreisverwaltung Bad Dürkheim bietet ab sofort einen zentralen Ort für die Dokumentation.
„Immer mehr Menschen machen sich Gedanken darüber, was passieren soll, wenn sie selbst nicht mehr entscheiden können“, weiß der Erste Kreisbeigeordnete Claus Potje.
Vorsorgevollmacht oder Patientenverfügung regeln klar, was Betroffene sich wünschen und nehmen Angehörigen einen Teil der Last. Hierzu beraten die Betreuungsbehörde der Kreisverwaltung Bad Dürkheim (Telefon zur Terminvereinbarung: 06322/961-4400) und die Betreuungsvereine im Landkreis kostenlos.
Bei der Kreisverwaltung lassen sich entsprechende Dokumente außerdem beglaubigen. Vorsorgevollmacht, Patientenverfügung, Organspendeausweis – bisher hat das Team der Betreuungsbehörde um Georg Wagenblast lose Vordrucke ausgegeben.
Jetzt bietet sie mit der Notfallmappe einen Service, mit dem alle wichtigen Unterlagen auf einen Blick versammelt sind.
Die Mappe wurde in Zusammenarbeit mit Jürgen Hahn, Geschäftsführer der Agentur Ö&W, erstellt, der dieses Konzept seit vielen Jahren für Städte, Landkreise und Seniorenbüros umsetzt.
Die Notfallmappe hilft, alle wichtigen Unterlagen griffbereit zu haben – angefangen von persönlichen Angaben über Kontaktdaten der behandelnden Ärzte, Versicherungen bis hin zu Informationen über Krankheiten und lebensnotwendige Medikamente.
Und schließlich auch Formulare für persönliche Verfügungen im Falle der Pflegebedürftigkeit oder des Ablebens. In der dazugehörigen Hülle können auch Kopien von Ausweisen, Urkunden oder dem Führerschein untergebracht werden.
Hier ist auch Platz für zusätzliche Bankvollmachten, die die meisten Sparkassen und Banken verlangen, wenn Angehörige auf Konten zugreifen möchten.
Außerdem ist ein Kärtchen für den Geldbeutel enthalten, auf dem vermerkt werden kann, wer über die Unterlagen Bescheid weiß und im Notfall zu benachrichtigen ist.
„Die Notfallmappe ist eine Broschüre, die Sie selbst mit Ihren Daten füllen können“, erklärt Claus Potje das Prinzip. „Sie kommt in einer Hülle für weitere Dokumente.
Damit haben Sie und Ihre Angehörigen alle wichtigen Informationen auf einen Blick und im Ernstfall schnell griffbereit.“ Doch auch Vorsicht ist geboten: Da in der Notfallmappe viele sensible Daten angegeben werden, sollte nur ein kleiner Kreis vertrauter Personen über den Hinterlegungsort informiert werden. „Es empfiehlt sich immer, seine Wünsche nicht nur schriftlich festzulegen, sondern auch mit seinen Angehörigen darüber zu sprechen“, informiert Wagenblast weiter und rät bei Fragen zu einem Beratungsgespräch.
Ab sofort sind die Notfallmappen kostenlos bei der Betreuungsbehörde im Kreishaus erhältlich. Sie werden außerdem in den Filialen der Sparkasse Rhein-Haardt ausgegeben.(red)

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Guten Tag,
die Seite ist sehr informativ, aber leider nicht mehr auf dem laufenden Stand. Teilweise sind Einträge vom Jahr 2014 vorhanden!!
mfg
Monika Becker
Hallo Frau Becker, ja natürlich. Die Artikel werden ja nicht gelöscht, sind quasi auch als Archiv nutzbar. Sie können auch noch Texte aus unserem Gründungsjahr 2012 hier finden.-die Red.