Dienstag 21.Juli 2026

Hitzewelle fordert Feuerwehr: Großer Vegetationsbrand in Haßlocher Schrebergärten

27. Juni 2026 | Kategorie: Kreis Bad Dürkheim, Regional, Regional

Quelle: Feuerwehr Haßloch

Haßloch– Ein größerer Vegetationsbrand hat am Freitagnachmittag, 26.06.2026, die Feuerwehren in Haßloch und der Region stark gefordert.

In den Schrebergärten in Höhe der Pfalzmühle geriet die trockene Vegetation aus bisher ungeklärter Ursache in Brand. Die integrierte Leitstelle Ludwigshafen alarmierte um 17:38 Uhr die Feuerwehr Haßloch sowie den Löschzug Nord der Feuerwehr Neustadt.

Die Haßlocher Wehr rückte mit elf Fahrzeugen und rund 40 Einsatzkräften aus. Bei Eintreffen der Einsatzkräfte standen bereits mehrere Gartengrundstücke in Flammen. Vier Personen aus dem Bereich der Schrebergärten wurden verletzt und vor Ort versorgt.

Im weiteren Verlauf des Einsatzes erlitten zudem drei Feuerwehrkräfte Verletzungen. Durch die anhaltende Hitzewelle und die extrem trockene Vegetation breitete sich das Feuer rasch aus und erfasste eine Fläche von etwa 12.000 Quadratmetern.

Den Einsatzkräften gelang es jedoch, den Brand auf die bereits betroffenen Grundstücke zu begrenzen. Auf einigen Parzellen gerieten auch Gartenhütten und abgestellte Pkw in Mitleidenschaft.

Die Brandbekämpfung erfolgte mit mehreren D- und C-Rohren. Aufgrund der abgelegenen Lage musste die Löschwasserversorgung über einen aufwändigen Pendelverkehr durch den Löschzug Wasser des Landkreises Bad Dürkheim sowie die Löschwasserkomponente der Feuerwehr Neustadt sichergestellt werden.

Erschwert wurde dies durch enge und stark zugewachsene Wege, die von den Tanklöschfahrzeugen befahren werden mussten. Die Einsatzleitung bildete vier Einsatzabschnitte. Gegen Ende des Einsatzes wurde Netzmittel auf die Brandfläche aufgebracht. Mit Hilfe einer Wärmebildkamera wurden verbliebene Glutnester aufgespürt und abgelöscht. Für die Dauer der Löscharbeiten war die Landesstraße L532 zwischen Haßloch und Mußbach voll gesperrt.

Quelle: Feuerwehr Haßloch

Im Einsatz waren: Feuerwehr Haßloch, Feuerwehr Neustadt (Löschzug Nord) sowie die Feuerwehren Meckenheim und Deidesheim.

Die medizinische Versorgung der Verletzten übernahmen der Rettungsdienst, die Sanitätsbereitschaft der Feuerwehr, der Organisatorische Leiter Rettungsdienst sowie die SEG San. Ebenfalls vor Ort war die Polizei.

Besonderer Dank gilt der Feuerwehr Neustadt sowie den Märkten Edeka Stiegler und Globus Neustadt für die schnelle und unkomplizierte Verpflegung der Einsatzkräfte während des langanhaltenden Einsatzes.

Die ersten Kräfte konnten erst gegen Mitternacht nach dem Aufrüsten der Fahrzeuge das Gerätehaus verlassen. Einige Einsatzkräfte stellten sich anschließend noch für die Brandnachschau zur Verfügung.

Die Feuerwehr Haßloch appelliert dringend an die Bevölkerung, das eigene Verhalten an die derzeit extrem trockene Vegetation anzupassen. Besondere Vorsicht sei beim Grillen, bei heißen Arbeiten und beim Umgang mit Asche geboten.

„Auch Fahrzeugmotoren und Abgasanlagen bleiben nach der Fahrt noch lange heiß – daher sollten Fahrzeuge nur auf geeigneten, nicht-brennbaren Untergründen abgestellt werden. Derzeit stehen sowohl der Waldbrandgefahrenindex als auch der Graslandfeuerindex auf Stufe 4. Dies bedeutet eine hohe Gefahr für Wald- und Graslandbrände“, so die Feuerwehr.

Weitere Informationen zum richtigen Verhalten im Wald und bei trockener Witterung findet man unter: https://www.feuerwehr-hassloch.de/index.php/infothek/buergerinfos/verhalten-im-wald

Quelle: Feuerwehr Haßloch

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