Guatemala-Stadt – Der Gründer der Virenschutzsoftware McAfee, John McAfee, ist in Guatemala verhaftet worden. Dem 67-Jährigen wird offiziell „illegale Einreise“ vorgeworfen, nachdem er aus dem Nachbarstaat Belize geflohen war.
McAfee wurde dort seit November von der Polizei gesucht, weil er verdächtigt wird, in ein Tötungsdelikt verwickelt zu sein. In Guatemala hatte er bereits vor seiner Verhaftung öffentlich erklärt, er wolle politisches Asyl beantragen. Der Software-Millionär fürchtet, die Regierung in Belize werde ihn foltern und dann töten, weil er sich weigere, den Politikern des Landes Schmiergeld zu zahlen.
Die Behörden von Belize ließen wissen, sie wollten ihn in einem Mordfall lediglich befragen; McAfee witterte eine Verschwörung. Der Getötete namens Gregory Faull, ebenfalls ein Amerikaner, war in San Pedro Town auf der Insel Ambergris Caye erschossen worden. Faull hatte sich noch kurz zuvor im Rathaus der Stadt über McAfee beschwert, weil der Waffen abfeuerte.
Belizes Premierminister, Dean Barrow, wies die Anschuldigungen zurück und bezeichnete McAfee als „paranoid und übergeschnappt“. McAfee, der 1997 aus dem nach ihm benannten Unternehmen ausgestiegen war, hatte einen Großteil seines zwischenzeitlich auf 100 Millionen US-Dollar geschätzten Vermögens verloren und war nach Belize gezogen, um seine Steuerlast zu mindern. (red/dts Nachrichtenagentur)

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