Freckenfeld/Schaidt – Zu einem imaginären Brand in der Gerätehalle von Gehrhard Helck, am südöstlichen Ortsrand von Freckenfeld, wurden die Freckenfelder und Schaidter Wehren am Freitag, 26. Juli, gerufen.
Angenommen wurde, dass eine Verpuffung in der Gerätehalle stattgefunden hatte und zwei Arbeiter als vermisst galten. Auch Gasflaschen sollten dort gelagert sein. Bereits nach kurzer Zeit war die Freckenfelder Wehr mit zwei Fahrzeugen und zehn Mann am Brandherd.
Einsatzleiter Jörg Brechtel alarmierte sofort die Schaidter Wehr, da über hunderte von Metern eine Wasserversorgung herzustellen und auch schwerer Atemschutz notwendig war. Dies konnte die Freckenfelder Wehr ohne zusätzliche Hilfe alleine nicht bewältigen.
Der Angriffstrupp begann sofort von der westlichen Seite mit den Löscharbeiten. Mit schwerem Atemschutz wurde gleichzeitig die Suche nach den vermissten Personen begonnen. Die Schaidter Wehr war kurze Zeit später mit drei Fahrzeugen und 14 Mann am Brandort und begann östlich des Gebäudes mit der Wasserversorgung und den Löscharbeiten.
Gleichzeitig begannen auch sie mit der Suche nach den vermissten Personen. Dies gestaltete sich äußerst schwierig, da in der Halle jede Menge Gerätschaften und Fahrzeuge abgestellt waren und durch die Rauchentwicklung schlechte Sicht vorherrschte.
Dabei bekam einer der Feuerwehrleute Probleme mit seinem Atemgerät und musste vom Rettungstrupp geborgen werden. Ein weiterer Trupp der Schaidter Wehr baute eine zweite Wasserversorgung auf. Aus sechs C-Rohren und zwei B-Rohren war dann das Feuer bald unter Kontrolle.
Nach einer halben Stunde konnte Jörg Thürwächter, Wehrleiter von Freckenfeld, die Übung als beendet erklären. Danach erfolgte noch die Manöverkritik durch ihn und Steffen Völckel, Wehrleiter von Schaidt, sowie Jörg Brechtel, der die Übung vorbereitet hatte.
Thürwächter und Brechtel dankten der Wehr aus Schaidt für ihr schnelles Eingreifen und hoben die Notwendigkeit solcher gemeinsamer Übungen nochmals hervor, da grundsätzlich im Ernstfall in Freckenfeld oder Schaidt beide Wehren für die gegenseitige Hilfe gerüstet sein sollten. Völckel dankte der Freckenfelder Wehr für die Vorbereitung und Ausrichtung der Übung und wies auf die Wichtigkeit solcher Übungen, das Kennenlernen der Örtlichkeit und das Zusammenwirken beider Wehren hin. (red)

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