Mittwoch, 21. April 2021

Germersheimer Gesundheitsamt erhält Unterstützung durch Bundeswehr: Soldaten leisten Amtshilfe

2. November 2020 | Kategorie: Kreis Germersheim, Regional

Germersheims Landrat, Dr. Fritz Brechtel (4. von links) und Dr. Christian Jestrabek, Leiter des Gesundheitsamts (5. von links), freuen sich mit dem Corona-Ermittlerteam über die Unterstützung von vier Soldaten der Germersheimer Südpfalz-Kaserne bei der Kontaktnachverfolgung.
Foto über KV GER

Germersheim – Landrat Dr. Fritz Brechtel und der Leiter des Gesundheitsamts, Dr. Christian Jestrabek, haben am Montagmorgen vier Soldaten der Bundeswehr als willkommene Verstärkung des Gesundheitsamts begrüßt. 

„Wir müssen nun alle an einem Strang ziehen. Es ist bekannt, dass unsere Gesundheitsämter seit Monaten am Rande ihrer Kapazitätsgrenzen arbeiten. Die Amtshilfe der vier neuen Kollegen kommt wirklich zur richtigen Zeit.“ Brechtel zeigte ist froh über die Unterstützung der Bundeswehr und hieß die Soldaten am Montag persönlich willkommen. „Jetzt kann die Nachermittlung von Kontakten schneller vonstattengehen. Ich hoffe, dass es damit gelingt, die Ausbreitung des Virus weiter einzudämmen“, so der Landrat.

Die Soldaten aus der Südpfalz-Kaserne unterstützen das Gesundheitsamt zunächst für vier Wochen. Auf Grundlage des Artikels 35 Grundgesetz bietet die Bundeswehr seit jeher den Behörden von Landkreisen oder kreisfreien Städten unterschiedliche Möglichkeiten der Amtshilfe. In Zeiten der Corona-Pandemie hat die Kreisverwaltung nun einen entsprechenden Hilfeleistungsantrag gestellt, der von der Bundeswehr positiv beschieden wurde. Die Bundeswehr hat sich bundesweit angeboten, bei der telefonischen Nachverfolgung von Personen, die mit Covid-19-Infizierten in Kontakt standen, mitzuhelfen. Die Kreisverwaltung in Germersheim hat davon nun Gebrauch gemacht.

Die Soldaten sind gegenüber den Amtsärzten weisungsgebunden. Brechtel über die Arbeit der Soldaten: „Es geht in erster Linie darum bei Kontakten, die erfolgreich nachverfolgt wurden, die Symptome abzufragen und dabei einem vorgegebenen Muster zu folgen. Über weitere Maßnahmen entscheiden am Ende dann die Amtsärzte.“

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