
Überzeugt hat die Stadt Landau mit der Kooperation, die bei der Rettung des Hauses zum Maulbeerbaum gezeigt wurde (v.l.: OB Hirsch, Dr. Michael Zumpe, Gunhild Wolf).
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Landau. Best-Practice-Beispiel Landau: Die Südpfalzmetropole wurde im Rahmen des 14. Bundeskongresses der Nationalen Stadtentwicklungspolitik jetzt mit dem Bundespreis „Kooperative Stadt“ ausgezeichnet.
Gesucht waren große und kleine Kommunen, in denen die Zusammenarbeit von Politik, Verwaltung und Bürgerschaft vorbildlich funktioniert. Überzeugt hat die Stadt Landau mit der Kooperation, die bei der Rettung des Hauses zum Maulbeerbaum gezeigt wurde: Nachdem die Verwaltung die Sanierung des historischen Gebäudes nicht selbst übernehmen konnte und auch kein Investor gefunden wurde, konnte in Zusammenarbeit von Kommunalpolitik und Bürgerschaft die Rettung des vom Verfall bedrohten denkmalgeschützten Anwesens organisiert werden.
Heute tragen eine eigens gegründete Genossenschaft und ein Förderverein die Verantwortung für die Sanierungsmaßnahme, die Stadt stellt Mittel zur Verfügung, begleitet das Vorhaben und hilft bei der Beantragung von Landes- und Bundesmitteln.
Oberbürgermeister Thomas Hirsch nahm die Auszeichnung virtuell im Rahmen einer Online-Veranstaltung entgegen und dankte den Mitgliedern der Jury für die Würdigung des Engagements der Stadt.
„Lange Zeit sah es so aus, als könnte das geschichtsträchtige Haus nicht vor dem Abriss gerettet werden, doch nun schreitet die Sanierung der historischen Bausubstanz planmäßig und mit großen Schritten voran“, fasst der OB zusammen. „Es freut uns, dass das Bundesinnenministerium dieses Modell – die Sanierung eines ursprünglich städtischen Gebäudes mittels einer Bürgergenossenschaft – mit dieser Auszeichnung würdigt und auch anderen Kommunen ans Herz legt. Das zeigt uns einmal mehr, dass wir mit dieser besonderen Kooperation den richtigen Weg eingeschlagen haben“, so der Stadtchef.
Dank des beispielhaften Einsatzes von Vereins- und Genossenschaftsmitgliedern, der Förderung von Bund und Land sowie der Umwidmung der zum Abriss bereits im städtischen Haushalt eingeplanten Mittel sei das historische Gebäude nun gesichert.
„Wir unterstützen als Verwaltung weiter bei der Fördermittel-Akquise, bei Ausschreibungen und Vergaben und stehen natürlich auch bei allen anderen Fragen mit Rat und Tat zur Seite“, so Hirsch.
Auch Dr. Michael Zumpe, Vorstandsmitglied der Genossenschaft Haus zum Maulbeerbaum, freut sich über die Auszeichnung der Zusammenarbeit von Bürgerschaft und Verwaltung bei diesem beispielhaften Sanierungsvorhaben. „Wir hoffen, dass unser erfolgreiches Projekt auch weitere Bürger dazu ermutigen kann, ein solches Engagement zu wagen und gemeinsam in vertrauensvoller Zusammenarbeit mit den Kommunen etwas so Besonderes wie hier in Landau auf die Beine zu stellen“, so Dr. Zumpe.
Die Auszeichnung käme pünktlich zum Abschluss des ersten Sanierungsabschnitts und er sei zuversichtlich, dass die Würdigung auf Bundesebene den nötigen Rückenwind für das Einwerben der weiteren Gelder für den anstehenden Ausbau des historischen Gebäudes schaffe.
Neben der Stadt Landau erhielten auch Städte wie Berlin, Mannheim und Tübingen die Auszeichnung des Bundesinnenministeriums. Diese ist mit 15.000 Euro prämiert. Weitere Informationen finden sich unter www.koop-stadt.de.

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