Förderbescheide „Saubere Luft“ an Ludwigshafen und VRN – P+R-Anlagen mit Sensorik zur Belegungsangabe 

4. Dezember 2018 | noch keine Kommentare | Kategorie: Elsass Oberrhein Metropolregion, Ludwigshafen, Nordbaden, Rhein-Pfalz-Kreis

3.v.l. Rainer Ritthaler, Leiter des Bereishes Umwelt bei der Stadt Ludwigshafen, 4.v.l. Christian Wühl, Abteilungsleiter Planung beim VRN.
Foto: BMVI

Berlin/Ludwigshafen – Am vergangenen Freitag hat Andreas Scheuer, Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI), in Berlin weitere Förderbescheide an Institutionen für Maßnahmen zur Digitalisierung der kommunalen Verkehrssysteme übergeben. Die Bescheide haben ein Gesamtvolumen von rund 105 Millionen Euro.

Aus dem Sofortprogramm „Saubere Luft“ erhält der Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) einen Förderbescheid über 422.850 Euro für die Ausrüstung von P+R-Anlagen mit rund 2.000 Stellplätzen an voraussichtlich 22 Standorte mit einer Sensorik zur Erhebung des Belegungsgrads.

Die ausgewählten P+R-Standorte befinden sich an den direkten Zulaufstrecken der S-Bahn Rhein-Neckar auf die drei Städte Mannheim, Ludwigshafen und Heidelberg. So könne eine Entlastung dieser Städte durch eine frühzeitige Verkehrslenkung erreicht werden.

„Ziel ist es, vor allem Pendler im Umland von Mannheim, Heidelberg und Ludwigshafen zum Umstieg auf den ÖPNV zu bewegen. Je größer die Zahl der Umsteiger wird, desto geringer wird die verkehrsbedingte Schadstoffbelastung“, sagte Volkhard Malik, VRN Geschäftsführer. „Ein wichtiger Baustein für den Abbau von Zugangshemmnissen für Autofahrer zum ÖPNV ist dabei rechtzeitig zu erkennen, ob und wieviel P+R-Plätze noch frei sind. Dies wollen wir im Kerngebiet des VRN durch die neue Technik und die Digitalisierung der Verkehrssysteme erreichen.“

Die Maßnahme „P+R-Parkplätze“, mit einem Gesamtvolumen von 845.700 Euro, soll zu einer Attraktivitätssteigerung des ÖPNV führen und diesen zu einer echten Alternative zum Individualverkehr entwickeln. Der dadurch „attraktivere“ Nahverkehr führt zu mehr Nutzern und diese wiederum sorgt für weniger Individualverkehr in den Innenstadtbereichen.

Die durch die Sensorik an den P+R-Plätzen ermittelten Daten können zudem für weitere Zwecke der Verkehrsplanung und -lenkung genutzt werden.

„Quantensprung in der Verkehrssteuerung“

Neben dem VRN erhielt auch die Stadt Ludwigshafen einen entsprechenden Zuwendungsbescheid. „Dies ist ein Quantensprung in der Verkehrssteuerung„, freut sich Bau- und Umweltdezernent Klaus Dillinger von der Stadt Ludwigshafen. Die Steuerung erfolgt über Information an den Stadteingängen. 

Ludwigshafen will in die Digitalisierung seiner Verkehrssysteme insgesamt circa 6,5 Millionen Euro investieren. Der Bund übernimmt mit einer Förderquote von 50 Prozent 3.231.400 Euro.

Die Förderung ist ein weiterer Baustein im Zusammenhang mit dem Masterplan „Nachhaltige Mobilität für die Stadt“, in dem Maßnahmen zur Luftreinhaltung verankert werden. Diesen Masterplan erstellten die Städte Mannheim, Heidelberg und Ludwigshafen gemeinsam mit der Rhein-Neckar-Verkehr GmbH (rnv) und dem VRN.

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