Sonntag, 18. November 2018

Feierlicher Trauergottesdienst für Professor Peter Leiner: „Alles hat seine Zeit“

4. November 2018 | noch keine Kommentare | Kategorie: Landau, Regional

Das „Rennquartett“ spielte zusammen mit dem LJO-Brass ein wunderschönes Stück aus der Feder von Morten Lauridsen.
Foto: Pfalz-Express/Ahme

Landau. In seiner geliebten Stiftskirche fand am 3. November der Trauergottesdienst für Professor Peter Leiner statt.

Viele Jahre hat er hier zusammen mit den Blechbläserkollegen vom Rennquintett wunderschöne Weihnachtskonzerte veranstaltet und mit viel Charme moderiert. Die wird so schnell sicher niemand vergessen.

Die Stiftskirche konnte kaum die vielen Menschen fassen, denen es ein Bedürfnis war, sich von Leiner, der am 24. Oktober an einer schweren Krankheit gestorben war, gedanklich oder am Sarg zu verabschieden.

Viele haben ihn gekannt, manche sehr gut – in der zweistündigen Trauerfeier kamen einige Wegbegleiter zu Wort.

Oberbürgermeister Thomas Hirsch zum Beispiel: Galant und virtuos, den Menschen zugewandt und ein ideenreicher Impulsgeber nicht zuletzt für die musikalischen Goetheparkplaudereien, sei der Professor gewesen.

Für die SPD im Stadtrat sprach Florian Maier: „Alle waren still, wenn Peter eine Idee hatte. Man wusste, der hat etwas zu sagen“. Peter Leiner war neun Jahre im Landauer Stadtrat, davon auch zwei Jahre stellvertretender Fraktionsvorsitzender.

Vertreter des Landauer Lionsclubs, der Hochschule Musik Saar, des Landesmusikrats, des Saarländischen Rundfunks und des SWR betonten, wie wichtig und prägend Peter Leiner für die Kulturpolitik war. „Dafür muss man bereit sein, zu kämpfen“, habe er stets gesagt. Er habe sich um das Musikleben in Rheinland-Pfalz verdient gemacht und dabei immer menschliche Größe gezeigt.

Die Musik, die ihm immer so wichtig war, nahm beim Trauergottesdienst natürlich einen großen Platz ein. Die Organisten Robert Sattelberger und Markus Eichenlaub sowie die Sängerin Elena Harsanyi gestalteten ihn mit.

Peter Leiners Ehefrau Anette Ruoff las aus dem 1. Johannes 4 („Liebe treibt die Furcht aus“) und die beiden Söhne Jakob und Johannes spielten von Paul Hindemith eine Sonate für Klavier und Trompete „Trauermusik“. Kathrin Denner hatte dem Verstorbenen ein Stück in Freundschaft gewidmet, das jetzt von dessen Sohn Johannes, der seinem Vater musikalisch in nichts nachsteht, sehr emotional vorgetragen wurde.

Besonders anrührend empfanden Viele den Beitrag seiner Freunde aus dem Rennquintett. Das Rennquintett gibt es nun nicht mehr. Das „Rennquartett“ (die beiden Uwe, Ralf und Jochen) und das von Peter Leiner geförderte LJO-Brass-Orchester spielten wunderbar zusammen „O magnum mysterium“ von Morten Lauridsen (kleiner Video-Ausschnitt davon ganz unten).

Pfarrer Dr. Ludwig Burgdörfer leitete den Gottesdienst. „Es ist, als ob Peter Leiner gleich das Konzert beginnen würde“, sagte Burgdörfer nachdenklich.

Leiner und Burgdörfer hatten ein sehr gutes Verhältnis. Der Pfarrer war auch Wegbegleiter in den letzten Monaten seit April, als Leiner die Diagnose erfahren hatte.

„Peter Leiner war ein Organisator bis zuletzt“ sagte Burgdörfer und er habe nichts dem Zufall überlassen.

Auch die Gestaltung des Gottesdienstes habe er besprochen. „Ich hatte ein erfülltes, schönes Leben. Es soll nun mal so sein“, habe Peter Leiner gesagt.

So stand die Ansprache auch ganz im Zeichen Peter Leiners Lebensmotto: „Alles hat seine Zeit“ – auch der Tod. „Auch ich habe etwas daraus gelernt“, so Burgdörfer. „Es ist eine große Aufgabe, das Leben los zulassen“.

Nach dem Gottesdienst führte ein feierlicher Zug mit allen Anwesenden von der Stiftskirche durch den Goethepark zum Hauptfriedhof, wo die Beerdigung stattfand. (desa)

Kaum konnte die Stiftskirche die vielen Trauernden fassen, die dem hoch geschätzten und beliebten Verstorbenen  die letzte Ehre erweisen wollten.
Foto: Pfalz-Express/Ahme

 

 

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