Leipzig – Die Familie des toten Terrorverdächtigen Jaber Albakr will eine Strafanzeige gegen Beamte der sächsischen Justiz wegen fahrlässiger Tötung erstatten.
Dies bestätigte der deutsche Anwalt der Familie am Freitag der „Süddeutschen Zeitung“, dem NDR und dem WDR. Jaber Albakr war in der vergangenen Woche tot in seiner Zelle in der JVA Leipzig aufgefunden worden, erhängt mit dem T-Shirt seiner Häftlingskleidung.
Hinterher hatte es Kritik an den Bediensteten der Justizvollzugsanstalt Leipzig gegeben, weil sie Anzeichen auf Selbstmord-Gedanken bei dem Terrorverdächtigen nicht ernst genug genommen hätten. Der Bruder des Toten, Alaa Albakr, der in Saasaa nahe der syrischen Hauptstadt Damaskus lebt, zweifelte seither an, dass es sich überhaupt um einen Suizid gehandelt habe.
„Selbst wenn er IS-Mitglied war: Die begehen keinen Selbstmord“, hatte er der „Welt“ gesagt. Das sei im Islam verboten. Der Leipziger Anwalt der Familie, Alexander Hübner, distanziert sich zwar von solchen Aussagen.
Man müsse aber prüfen, ob die Behörden fahrlässig handelten, als sie Albakr in einem gewöhnlichen Haftraum allein ließen und nur alle 30 Minuten nachsahen, obwohl der Inhaftierte bereits die Lampe in seinem Haftraum zerstört und an den Steckdosen manipuliert hatte. „Dass das nicht lege artis gelaufen ist, wie auch unser Justizminister sagt, ist ja offensichtlich“, sagte der Anwalt.
Auf fahrlässige Tötung steht eine Freiheitsstrafe bis zu fünf Jahren. Die Leipziger Oberstaatsanwältin Claudia Laube führt bereits routinemäßig ein Ermittlungsverfahren in der Todesursache. Es ist bislang nicht abgeschlossen.
Nun könnte sich die syrische Familie von Jaber Albakr als Nebenklägerin in dieses Verfahren mit einschalten. Das würde den Druck erhöhen. Eine Obduktion des Leichnams hat zwar bereits ergeben, dass der Terrorverdächtige „ohne Fremdeinwirkung“ zu Tode gekommen ist.
Noch hat die Staatsanwaltschaft den Leichnam allerdings nicht zum Begräbnis freigegeben. Auch werden die Abläufe in der Justizvollzugsanstalt vor dem Tod von Jaber Albakr noch untersucht. (dts Nachrichtenagentur)

Diesen Artikel drucken



Berlin – Im Fall des toten Terrorverdächtigen Jaber Albakr gibt es laut Generalbundesanwaltschaft bisher keine „ausreichenden gerichtsverwertbaren Bezüge zum IS“. Der Syrer, ...
Leipzig – Der vor einigen Tagen festgenommene Syrer Jaber Albakr hat in der Justizvollzugsanstalt Leipzig Suizid begangen. AKTUALISIERT: Lesen Sie dazu: Toter ...
Karlsruhe – Im Fall des toten Terrorverdächtigen Jaber Albakr hat die Bundesanwaltschaft am Dienstag beim Ermittlungsrichter des Bundesgerichtshofs einen Haftbefehl gegen den ...
Dresden – Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (CDU) hat die sächsische Justiz nach dem Selbstmord des Terrorverdächtigen Jabar Albakr in der JVA Leipzig ...
Wien – In der BND-Affäre will die österreichische Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) Strafanzeige stellen. Laut eines Berichts des ZDF-Magazins „Frontal 21“ betrieb ...
Dresden – Der sächsische Justizminister Sebastian Gemkow (CDU) hat nach dem Selbstmord des Terrorverdächtigen Jaber Aalbakr erstmals Versäumnisse im sächsischen Justizvollzug eingeräumt. ...
Gleisweiler. Eine außergewöhnliche Ehrung konnte der Vorsitzende des Verkehrsvereins Gleisweiler e.V., Friedrich Kost, am 1. März vornehmen: Zum 50. Aufenthalt in Gleisweiler, ...












Danke Fr Merkel, für die Leute die Sie ins Land gelassen haben, vor allem in dieser Menge. Ist das ihr Verständnis von Kulturbereicherung ?
Schämen sie sich und treten Sie zurück !
Solche uneinsichtigen Volksvertreter wollen wir nicht !