
Ulrich Mohr- unermüdlicher Streiter für den Naturschutz.
Bildausschnitt-Foto: Reiner Voß / (c) Staatskanzlei
Schwegenheim. Der weltweit im Energiegeschäft tätige Konzern GDF SUEZ E & P plant mitten auf einem agrarisch genutzten und an wertvolle Naturschutzflächen grenzenden Gebiet zwischen Schwegenheim und Harthausen eine 1,5 Hektar beanspruchende Bohrstelle für das Auffinden und spätere Fördern fossiler Energieträger.
Der Standort dieser „Bohrlokation“ widerspricht jedoch den Zielen des seit geraumer Zeit gültigen Einheitlichen Regionalplans Rhein-Neckar 2000. Daher wird derzeit ein sogenanntes Zielabweichungsverfahren betrieben. Hierzu hat der BUND bei der Oberen Landesplanungsbehörde (SGD Süd) in Neustadt eine Stellungnahme abgegeben.
Die Vorsitzende der zuständigen BUND-Kreisgruppe Südpfalz, Karin Marsiske, weist in dieser Stellungnahme darauf hin, dass das Vorhaben angesichts der auf dem G 7-Gipfel in Elmau vereinbarten „Decarbonisierungs“-Absichten eigentlich nicht mehr zeitgemäß sei.
In der ohnehin durch Zersiedlung und Verkehr stark geprägten Südpfalz dürfe in einer Vorrangfläche für Landwirtschaft und bei gleichzeitiger Nähe eines als Grünzäsur verbliebenen Naturerlebnisraumes nicht noch eine industrielle Fläche etabliert werden. Die Planungen müssen im Wirkungszusammenhang mit dem nahen FFH-Gebiet „Modenbachniederung“ gesehen werden. Es sei nicht unwahrscheinlich, dass geschützte Arten dieses Gebietes auch außerhalb der engen Grenzen der unter Schutz stehenden Flächen vorkommen.
Daher fordert der BUND: „Aufgrund der Nähe zu den Schutzgebieten wäre aus unserer Sicht eine weitreichende Begutachtung der Wirkungen auf die Natur umfassend durchzuführen.
Ins Gewicht fällt ganz besonders, dass ein so schwerer Eingriff in erhebliche Tiefen des Untergrunds sowohl im Bereich des oberflächennahen wie auch im Bereich des Tiefengrundwasserleiters langfristig für die Trinkwassersicherung höchst bedenklich sein kann. Vor Ort muss es zu Störungen des Grundwasserökosystems kommen. Die Hydrologie des Oberrheingrabens ist geprägt von Schottern und Kiesen, die einen relativ mächtigen Grundwasserspeicher darstellen. Wegen desse recht hoher Durchlässigkeit fließt von dort das Grundwasser in nördlicher bis nordöstlicher Richtung.
Durch Bohrungen verursachte Störungen können daher zügig in sensible und für die menschliche Gesundheit bedeutsame Bereiche weitergetragen werden.“
Der BUND fordert deshalb ein hydrologisches Gutachten. Es müsse ausgeschlossen werden können, dass es mittel- bis langfristig zu einer Beeinträchtigung der vorhandenen Grundwasserleiter komme, so Ulrich Mohr für den BUND Südpfalz. (red)

Diesen Artikel drucken




Oberotterbach – In ihrer im November an den Landesbetrieb Mobilität verschickten Stellungnahme zum Geh- und Radwegebau auf den Gemarkungen von Rechtenbach, Oberotterbach ...
Landau. Die BUND-Kreisgruppe Südpfalz bemüht sich in Zusammenarbeit mit engagierten Anwohnern um Erhaltung und Weiterentwicklung eines Naturareals am Stadtrand. Aus diesem Anlass ...
Berlin – Der Präsident des Deutschen Städtetags, Ulrich Maly, hat vor dem Flutgipfel Bund und Länder aufgerufen, sich auf einen Flutopferfonds wie ...
Südpfalz. „Es wird überdeutlich, dass die Große Koalition fest entschlossen ist, die so hoffnungsvoll begonnene Energiewende auszubremsen“, so Ulrich Mohr vom BUND ...
Schwegenheim – Noch im Juni soll mit der Erschließung von neun Bauplätzen im Moritz-Walter-Weg in Schwegenheim begonnen werden. Das berichtete Christian Rohatyn, ...
Mainz – Kinder- und Jugendministerin Irene Alt fordert die Bundesregierung auf, Programme zum Ausstieg aus der rechtsextremen Szene, die aus dem XENOS-Sonderprogramm ...
Karlsruhe – Ein Zwischenfall am Institut für Nukleare Entsorgung (INE) beim Karlsruher Institut für Technologie (KIT) macht Naturschutzverbänden große Sorge. Ein durch ...
Südpfalz/Karlsruhe – Trotz Kritik des Bundesrechnungshofs: „Der Bund drängt massiv auf den Bau einer zweiten Rheinbrücke zwischen Wörth und Karlsruhe.“ Das bekräftigte ...
Kreis Germersheim – Der südpfälzische Bundestagsabgeordnete Dr. Thomas Gebhart (CDU) hat Post vom Parlamentarischen Staatssekretär beim Bundesverkehrsministerium, Norbert Barthle, bekommen. Vor dem ...
Schwegenheim – Am vergangenen Samstag (22. August) wurde die Feuerwehr Schwegenheim zum Retter einer Hochzeit. Um 14 Uhr sollte in der katholischen ...
Südpfalz – Wie der CDU-Bundestagsabgeordnete der Südpfalz, Dr. Thomas Gebhart, mitteilt, stellt der Bund in einem neuen Programm 50 Millionen Euro zur ...
Schwegenheim – Wenn das Zuhause einem Flohmarkt gleicht und wertvolle Erbstücke vom billigen Plunder nicht mehr zu unterscheiden sind, dann ist es ...











