
EU-Parlament in Straßburg.
Foto: dts Nachrichtenagentur
Straßburg/Brüssel/Pfalz. „Unsere Landwirte brauchen mehr Transparenz und Fairness bei der Messung des Nitratgehalts im Grundwasser, “ betont die CDU-Europaabgeordnete Christine Schneider (CDU).
„Aus diesem Grund habe ich mich, gemeinsam mit meinen Kollegen aus der CDU/CSU-Gruppe im Europäischen Parlament, mit dem für Umweltfragen zuständigen Kommissar Virginijus Sinkevicius (Grüne) in Straßburg getroffen, um über die Umsetzung der Düngeverordnung in Deutschland zu diskutieren.
Für uns war es wichtig den Kommissar davon zu überzeugen, dass bei der Umsetzung die gute fachliche Praxis im Vordergrund stehen muss. Manche Maßnahmen sind für die Landwirte einfach nicht mehr nachvollziehbar. Zum Beispiel die Ablehnung der Düngung mit Gülle auf Zwischenfrüchten, die nicht zur Futternutzung dienen. Die Verlängerung der Sperrfristen oder die geforderte 20%- ige Unterdüngung in roten Gebieten“, erläutert MEP Schneider die Beweggründe.
Sinkevicius sei nicht bereit gewesen, Details zum laufenden Verfahren zu geben, er habe jedoch sehr deutlich gemacht, dass die Europäische Kommission an den Verschärfungen zur Verbesserung der Nitratwerte im Grundwasser festhalten würde, so Schneider.
„Es war ein Fehler, dass die Umsetzung der Nitratrichtlinie in Deutschland zu lange versäumt wurde, und die Länder das Messstellennetz nicht sorgsam ausgewählt haben.
„Die Landesregierung muss deshalb umgehend die Ergebnisse der Binnendifferenzierung offenlegen um die roten Gebiete auf die wirklich belasteten Stellen zu begrenzen“, fordert Christine Schneider.
„Der Umweltkommissar zeigte sich offen für unseren Vorschlag die Nitratrichtlinie bis hin zu einer Düngeverordnung auf europäischer Ebene einer Revision zu unterziehen reagierte der Kommissar sehr aufgeschlossen. „Wir brauchen in Europa ein einheitliches Vorgehen bei der Festlegung der Messstellen, der Durchführung der Messungen und der wissenschaftlichen Auswertungen der Messergebnisse. Nur so können wir unserer Landwirte im Wettbewerb gleichsetzen und sicherstellen, dass unser Grundwasser geschützt wird.
Dabei müssen natürlich alle Nitrateintragsquellen ermittelt werden und es darf zukünftig keine einseitige Fokussierung auf die Landwirtschaft vorgenommen werden“, ergänzt Christine Schneider ihre Forderung.
„Ich habe deshalb eine Anfrage an die Kommission gestellt um weitere Informationen zu bekommen, denn das Thema brennt unseren Landwirten unter den Nägeln und sie erwarten Antworten!“, erklärt die Europaabgeordnete abschließend.
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