
Für sie haben Alle Einsatz gezeigt: Die Kinder durchschneiden symbolisch das Band zur feierlichen Eröffnung.
Fotos: Pfalz-Express/Licht
Erlenbach – Monatelang haben Väter aus Erlenbach ehrenamtlich geackert, um den Spielplatz am Storchennest wieder in Schuss zu bringen.
Aus einem von Unkraut überwucherten und verödeten Platz haben über 30 Helfer in 230 Arbeitsstunden ein mit vielen Attraktionen bestücktes Spielparadies gemacht. Am Freitag wurde Eröffnung gefeiert.
10.000 Euro hat sich die Gemeinde das Projekt kosten lassen. Jetzt gibt es dort eine Doppelschaukel und eine Nestschaukel, eine Rutschbahn, einen Sandkasten, Klettergerüste und als Highlight eine Seilbahn. Künftig soll noch ein Wasserspiel dazukommen und möglicherweise auch ein Grillplatz.
Dass das Vorhaben zu diesem Preis überhaupt realisiert werden konnten, ist dem ehrenamtlichen Einsatz von Vätern zu verdanken, die an den Wochenenden Hecken geschnitten, Unkraut entfernt, Holzschnitzel eingebracht und die Spielgeräte aufgebaut haben. Handwerkliche und technische Anleitungen und Tipps erhielten die fleißigen Arbeiter von den Herstellerfirmen der Spielgeräte oder aus dem Internet.
Initiiert hatte das alles der Erste Ortsbeigeordnete Maik Wünstel. Weil so Viele mit angepackt haben, wurde ordentlich Geld gespart. Die VR Bank Südpfalz legte noch 1.000 Euro obendrauf. Mit dem Geld wurde eine Sitzgruppe angeschafft.
Viel Lob für ehrenamtliches Egagament
So viel gemeindliches und elterliches Engagement wird natürlich auch von Politik und Wirtschaft gelobt. Bei der Eröffnungsfeier dankten Ortsbürgermeister Klaus Bolz, Verbandsbürgermeister Volker Poß, der Landtagsabgeordnete Alexander Schweitzer (SPD) und VR Bank Südpfalz-Regionaldirektor Engelbert Beißer den tatkräftigen Helfern.
Schweitzer, der für die Eröffnung sogar seinen Urlaub unterbrochen hatte, fand es besonders gut, dass die Eltern und Kinder an der Planung mitbeteiligt waren. Der Spielplatz sei ein schöner Treffpunkt für die ganze Familie geworden, den er in Kürze mit seinen beiden Kindern (7 und 8 Jahre) testen werde.
Volker Poß, auch kleidungsmäßig ganz im – Zitat – „Spielplatz-Modus“, lobte die große Zahl von Freiwilligen und das Ergebnis ihres Einsatzes, besonders wenn man sich die Fotos vor den Arbeiten anschaue: „Es ist eine klasse Anlage geworden, die alle anspricht.“ Die Initiative „Gemeinsam für Erlenbach“ sei eine „tolle Gruppe“, die zudem noch eine hervorragende Webpräsenz eingerichtet habe. Die stetig fallenden Regentropfen bei der Einweihung seien wohl Freudentränen, meinte Poß.
Auch Engelbert Beißer war beeindruckt von der Teamarbeit. „Was Einer nicht schafft, schaffen Viele“, sagte Beißer und versicherte die Bereitschaft der Bank, Projekte in der Umgebung zu unterstützen. Bürgermeister Bolz machte nicht viele Worte und sagte allen Beteiligten ein dickes „Dankeschön“.
Maik Wünstel, Triebfeder und Ideengeber des Projekts, berichtete von den Arbeitseinsätzen („Irgendwann habe ich aufgehört zu zählen, wie oft wir Hecken zum Häckselplatz in Kandel gefahrten haben“), dankte stellvertretend Martin Lickes, der von Anfang an und immer bei den Arbeiten dabei gewesen sei, Uwe Mühldorfer für die Planungen und die Baumaßnahmen und dem Baggerunternehmen Norman Hör fürs unentgeltliche Ausbaggern.
So viele Mitglieder aus Vereinen, Chören oder Interessengemeinschaften würden sich für Erlenbach stark machen, sagte Wünstel. Deshalb gelte das Motto: „Wer feste arbeitet, darf Feste feiern.“
Das taten dann die rund 100 Eltern und Kinder auch, die trotz kühlen Regenwetters zum Einweihungsfest gekommen waren. Zur Stärkung gab es Bratwürste vom Grill von der Freiwilligen Feuerwehr und von Musiker Joe Schorlé, der auch bei den Spielplatzarbeiten mitgeholfen hatte, ein Ständchen.
Jetzt muss nur noch der TÜV den Spielplatz abnehmen. Damit rechne man aber fest, sagten Bolz und Wünstel. Gesucht werden jetzt noch weiterhin Helfer, die „ein Mal im Jahr ein Mal im Monat “ (Wünstel) den neuen Spielplatz instand halten. (cli)

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