
Seismograph bei der Aufzeichnung eines Erdbebens.
Foto: über dts Nachrichtenagentur
Ankara/Damaskus – Nach einem starken Erdbeben im Süden der Türkei nahe der Grenze zu Syrien ist die Zahl der Todesopfer deutlich über 1.300 gestiegen.
Die tatsächlichen Opferzahlen dürften dem Vernehmen nach am Ende noch deutlich höher ausfallen.
Mehrere Tote wurden unter anderem in den türkischen Provinzen Adana, Adiyaman, Diyarbakir, Gaziantep, Kahramanmaras, Malatya, Osmaniye und Sanliurfa gemeldet. In Syrien sind vor allem die Regionen Aleppo, Hama, Latakia und Tartus betroffen.
Das Beben der Stärke 7,9 hatte sich um 4:28 Uhr Ortszeit (2:28 Uhr deutscher Zeit) in der Nähe der Stadt Gaziantep gegeben. Kurz zuvor hatte es bereits einen Erdstoß der Stärke 7,4 gemessen worden. Es folgten Dutzende Nachbeben. Zahlreiche Gebäude stürzten in den betroffenen Regionen ein – alleine in der Türkei mehr als 1.700.
Viele Menschen wurden wohl unter den Trümmern begraben. Auch im Libanon sowie auf Zypern soll das Beben zu spüren gewesen sein. Die Rettungsarbeiten könnten sich aufgrund des Ausmaßes der Zerstörung sowie schlechter Wetterverhältnisse in der Region schwierig gestalten.
Scholz verspricht Hilfe
Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) schnelle Hilfe versprochen. „Deutschland wird selbstverständlich Hilfe schicken“, so der Kanzler am Montag. „Wir trauern mit den Angehörigen und bangen mit den Verschütteten.“
Zuvor hatte bereits Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) angekündigt, gemeinsam mit Partnern rasch Hilfe auf den Weg bringen zu wollen. Auch international gab es zahlreiche Hilfszusagen, so versprach zum Beispiel NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg dem Verbündeten Türkei „volle Solidarität“. „Ich stehe in Kontakt mit dem Präsidenten Erdogan und dem Außenminister Cavusoglu, NATO-Verbündete mobilisieren bereits jetzt Unterstützung“, so Stoltenberg.
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron zeigte sich ebenfalls bestürzt über das Erdbeben von „beispielloser Stärke“. Auch Frankreich sei bereit, der Bevölkerung vor Ort in beiden Ländern Not hilfe zu leisten.
EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen versprach ebenfalls schnellen Beistand: „Europas Unterstützung ist bereits auf dem Weg und wir sind bereit, weiterhin auf jede erdenkliche Weise zu helfen.“
(dts Nachrichtenagentur)

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