
Schön, aber herausfordernd: Der Ebrus im Kaukasus.
Quelle: pixabay.com
Unnahbare Bergriesen mit eisigem Gipfel, abschreckende Felszinnen, zerklüftete Gletscherlandschaften sowie idyllische Täler und romantische Bauerndörfer – der Kaukasus.
Der Traum für viele europäische Bergsteiger, der Elbrus, ist ein waschechter Russe: Rauer Berg mit sanftem Kern, einstmals ein feuerspuckender Vulkan, nun ein eindrucksvoller Eisriese. Nur etwas mehr als zehn Kilometer nördlich der Kontinentalgrenze steigt der mehr als 5.600 Meter hohe Westgipfel zwischen dem Schwarzem und dem Kaspischem Meer in den Himmel.
Einige Daten zum höchsten Berg Europas
Der Elbrus ist ein seit langer Zeit erloschener Vulkan mit zwei Gipfeln. Er hat einen Durchmesser von knapp weniger als 20 km an der Bergbasis und 1,6 Kilometern in einer Höhe von über 5.000 Meter. Über seine breiten Flanken bewegen sich mehr als 65 Gletscher in Richtung des Tales. Die nahezu geschlossene Eisdecke bedeckt eine Fläche von etwa 150 Quadratkilometern.
Im Süden reihen sich alpin und felsig die Gipfel am Hauptkamm nebeneinander. Der letzte Ausbruch des ehemaligen Vulkans liegt mehr als 1.000 Jahre zurück, aber Experten schließen eine Wiederaufnahme der vulkanischen Ausbrüche nicht aus.
Die Besteigung des Elbrus ist nicht ungefährlich
Der höchste Berg Europas ist ohne technische Anforderungen relativ einfach zu erklimmen. Stangenmarkierungen führen über die sanften Hänge der Gletscher bis in den Sattel namens Sedlowina auf einer Höhe von knapp über 5.400 metern Höhe zwischen Ost- und dem Westgipfel.
Den ehemaligen Vulkan leichtfertig einzuordnen kann sich allerdings bitter rächen. Die ausgedehnte Gebirgskette befindet sich im Einflussbereich des Kontinentalklimas mit eiskalten und stürmischen Winterperioden und trockenen, zu heißen Sommern.
Die Höhe des Berges und die geringe Entfernung zum etwa 100 Kilometer entfernten Gebiet des Schwarzen Meeres haben ein überaus extremes Wetter zur Folge. Temperaturen von bis zu minus 45 Grad Celsius während des Winters und orkanähnliche Stürme haben bereits zahlreichen Bergsteigern das Fürchten gelehrt – oder sogar das Leben gekostet.
Es empfiehlt sich also, die Besteigung nur mit erfahrenen Experten zu wagen.

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