
Fahne der Schweiz (Archiv)
Foto via dts Nachrichtenagentur
Crans-Montana – Im Schweizer Skiort Crans-Montana sind in der Silvesternacht 40 Menschen bei einem Brand mit anschließender Verpuffungsexplosionen ums Leben gekommen. 115 Personen seien verletzt, die meisten von ihnen schwer, wie die Polizei mitteilte.
Für die Identifizierung der Brandopfer sei Hilfe von Nachbarkantonen angefordert worden, hieß es. Augenzeugen berichteten von Panik und brennenden Menschen, die auf die Straße taumelten.
Der Vorfall ereignete sich gegen 1:30 Uhr in der Bar, in der gerade Silvesterfeierlichkeiten stattfanden. Die Ursache für das Feuer ist noch unklar. Wie die Zeitung „Blick“ berichtet, könnte auch Pyrotechnik möglicherweise eine Rolle gespielt haben. Tischfeuerwerk und Ähnliches könnten nach Augenzeugenberichten ursächlich für die Brandentstehung gewesen sein. Das Feuer soll sich dann rasend schnell im Untergeschoss der Bar ausgebreitet haben.
Polizei, Feuerwehr und Rettungskräfte waren mit einem Großaufgebot vor Ort. An den Rettungsarbeiten waren 150 Einsatzkräfte, 13 Helikopter und über 40 Rettungswagen beteiligt.
In den örtlichen Krankenhäusern wurden Katastrophenpläne aktiviert. Der Walliser Staatsrat hat als Reaktion auf das Unglück die „besondere Lage“ ausgerufen. Ziel sei es, möglichst rasch und ohne Verzögerung alle nötigen Einsatzmittel mobilisieren zu können, hieß es. Verletzte mit schwersten Verbrennungen wurden in spezialisierte Kliniken geflogen. Viele Tote sind noch nicht identifiziert.
Der Schweizer Bundespräsident Guy Parmelin ordnete an, dass die Fahnen im Bundeshaus fünf Tage lang auf halbmast gesetzt werden sollen. (dts Nachrichtenagentur/cli)
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