Aktueller Fall: Ein Anrufer meldete sich bei einer 56-jährigen Frau aus Bad Bergzabern und gab sich als Polizeibeamter aus. Er müsse mitteilen, dass der Sohn der Angerufenen einen Unfall hatte, dabei einen Fußgänger angefahren habe und jetzt zur „Abwicklung“ des Verfahrens ein Betrag von 15 000 Euro fällig würde. Sollte die Summe nicht aufgebracht werden, müsse der Sohn für drei Jahre ins Gefängnis.
Die Frau glaubte die Geschichte zunächst und erklärte, dass sie aber nur 4000 Euro aufbringen könne. Der Anrufer kündigte an, er würde das Geld noch am selben Tag abholen. Die Tochter der Frau bekam das Gespräch mit und beendete es, zu einem weiteren Kontakt kam es nicht mehr.
Laut Polizei versuchen skrupellose Täter immer wieder mal, die „Schockstarre“ durch einen solchen Anruf schamlos auszunutzen und dadurch auf schnelle Weise an Geld zu kommen. Bei den Anrufen haben die Gauner verschiedene „Szenarien“ auf Lager − zum Beispiel auch, dass sich ein Familienmitglied nach einer Schlägerei in Polizeigewahrsam befindet. Teilweise werden Telefonnummern aus Osteuropa für Rückrufe genannt.
Dazu einige Verhaltens-Tipps:
Bei schweren Unglücksfällen informiert die Polizei Angehörige in der Regel immer persönlich.
Ein einfacher telefonischer Rückruf bei der Heimat-Polizeidienststelle bringt schnell Klarheit, ob und was wirklich passiert ist.
Sollte sich bei einem Anruf der Verdacht auf einen Betrug ergeben, ist es wichtig, sich möglichst viele Details des Anrufers zu merken und diese gleich schriftlich festzuhalten. In einem nächsten Schritt muss umgehend die Polizei informiert werden, dies kann auch über den Notruf 110 erfolgen.
Sollte tatsächlich ein Geldabholer erscheinen, dann sollte unbedingt zeitig vorher ebenfalls die Polizei verständigt werden.

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